Datenschutz: Sendet Gesundheitsapp Ada Daten an Facebook?

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User können über die Gesundheitsapp Ada Symptome eingeben und sich so Tipps zur Behandlung holen. Die App hat im Google Play Store über 5 Millionen Downloads. Die Techniker Krankenkasse unterstützt die Anwendung und empfiehlt ihren Kunden, darüber einen virtuellen Symptomcheck vorzunehmen. Der Sicherheitsforscher Mike Kuketz sagt: Die App schickt ungefragt sensible Nutzerdaten an Dritte. Was ist dran an dem Vorwurf? Und welche Daten soll die App weitergeben?

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Welche Daten soll Ada versenden?

Sicherheitsforscher Mike Kuketz testete die App. Dafür registrierte er sich. Die App fragte dabei unter anderem nach seinem Geburtsdatum und seiner Krankenkasse. Kuketz sagt: Jede Frage schickt Daten an Facebook und den Produktanalyse-Dienstleister Amplitude – noch bevor er die App genutzt oder den Datenschutzbestimmungen zugestimmt hat. Welche Daten sie dabei genau weitergibt, weiß Kuketz nicht. Denn: Ada übermittelt die Daten verschlüsselt.

Das Computermagazin c‘t untersuchte die Übertragung und kam zu dem Schluss: Ada übermittelt unter anderem den Namen der Krankenkasse. Zudem soll die App auch die Android Werbe-ID weitergeben. Dritte können darüber User über verschiedene Apps hinweg wiedererkennen.

Um die App in der Praxis zu testen, gab Kuketz dann probeweise „Inkontinenz“ ein. Der Sicherheitsforscher sagt: Nicht nur Ada erhält Angaben zu Symptomen, User-ID und verwendetem Betriebssystem, sondern auch Amplitude. Und: Es besteht eine Verbindung zu Facebook.

Das sagt Ada dazu

Der App-Entwickler gibt an: Alle Daten bei Ada werden verschlüsselt gespeichert und nicht ohne Einverständnis mit Dritten geteilt. Und: Das Unternehmen hat einen eigenen, geschützten Bereich innerhalb von Amplitude. Amplitude hat darauf jedoch keinen Zugriff. Ada erfüllt daher alle Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung.

Fazit

Die App war vorrübergehend aus dem Google Play Store verschwunden. Mittlerweile ist sie jedoch wieder da. User finden jetzt eine aktualisierte Version, die keine Daten mehr an Amplitude weiterleitet. c’t vermutet: Ada hat gegen die Nutzungsbedingungen von Google verstoßen, da es die Werbe-ID der User ohne Zustimmung weitergegeben hat.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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