Datenschutz: Apple hört bei Siri bald wieder mit

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Im Sommer hörte Apple auf, die von Usern eingegebenen Siri-Befehle auszuwerten. Der Grund: Nutzer waren empört, als herauskam, dass menschliche Mitarbeiter externer Dienstleister die Sprachbefehle zu hören bekamen. Diese Pause ist jetzt bald vorbei. Apple beginnt wieder, Siri-Aufnahmen von Mitarbeitern auswerten zu lassen. Diesmal haben User jedoch ein Mitspracherecht.Können sich Nutzer gegen das Mithören wehren?

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Mithören nur noch nach Opt-in

Apple beginnt in der Beta seines iOS 13.2 wieder damit, Siri-Befehle auszuwerten. User müssen dafür jedoch erst per Opt-in ihre Erlaubnis erteilen. Dazu erhalten sie nach der Installation einen Hinweis, der sie über die Auswertung informiert und um ihre Genehmigung bittet. Nutzer können dann entweder zustimmen oder „später“ wählen.

Entscheiden sie sich für das Mithören, will Apple die Sprachbefehle nicht mehr von externen Mitarbeitern auswerten lassen. Stattdessen will Apple nur noch interne Mitarbeiter damit betrauen.

Darum will Apple mithören

Apple hofft, dass viele User dem Mithören ihre Zustimmung erteilen. Auf diese Weise kann das Unternehmen Siri weiter verbessern. Der Sprachassistent soll so Befehle immer besser verstehen.

Können User das Mithören wieder abschalten?

Haben User das Mithören einmal genehmigt, ist das nicht unwiderruflich. Sie können später in den Einstellungen auch wieder ein Opt-out wählen. Sie müssen das dann jedoch bei jedem Gerät einzeln – also beispielsweise an ihrem iPhone und ihrem iPad – vornehmen.

Nutzer erhalten Löschfunktion

Daneben will Apple es Usern in iOS 13.2 ermöglichen, eingegebene Siri-Befehle zu löschen. Damit Audiomitschnitte erst gar nicht in die Auswertung von Apple gehen, müssen User ihre Spracheingaben innerhalb von 24 Stunden löschen. Das berichtet das Technologie-Portal TechCrunch.

Fazit

Apple gibt Usern bald mehr Kontrolle über ihre Privatsphäre. Ganz abschalten können sie das Mithören jedoch nicht. Denn: Jede Siri-Anfrage erstellt weiterhin ein computergeneriertes Transkript, das Apple für eine bestimmte Zeit aufbewahrt. Das Unternehmen speichert dies in einer anonymisierten Form und verknüpft es mit einer Zufalls-ID. Einen Teil dieser Transkripte will Apple sowohl von eigenen als auch von externen Mitarbeitern auswerten lassen.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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