Achtung, Gamer: Leak bei „Magic: The Gathering“

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In letzter Zeit mehren sich Fälle, in denen Webseitenbetreiber Datenbanken ungeschützt im Web ablegen. Zuletzt führte das Unternehmen VTS Media eine Datenbank mit Userdaten verschiedener Pornowebseiten ohne Passwort im Netz. Jetzt traf es den Hersteller des Online-Sammelkartenspiels „Magic: The Gathering Arena“. Wie viele Daten waren frei zugänglich? Und was sollten Nutzer tun?

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Welche Daten lagen offen im Web?

Insgesamt lagen Daten von rund 452.000 Nutzerkonten frei im Netz. Darunter waren auch einige hundert Daten von Mitarbeitern des Spieleentwicklers. TechCrunch berichtet, dass die Namen der Spieler, Nutzernamen, E-Mail-Adressen, Datum und Uhrzeit der Kontoerstellung sowie Passwörter in der Datenbank abgespeichert waren. Die Passwörter waren jedoch durch Hashwerte unleserlich gemacht. Das heißt: Sie waren verschlüsselt. Hacker dürften jedoch in der Lage sein, diese zu entschlüsseln. Die Userkonten in der Datenbank reichten bis 2012 zurück. Neuere Konten wurden Mitte 2018 angelegt.

Wie kam es zu dem Datenleak?

Die Entwicklerfirma „Wizard of the Coast“ hatte ein Datenbank-Backup erstellt und dies ungeschützt in einem Amazon Web Services Storage-Bucket abgelegt. Jede Datei in der Datenbank war daher frei zugänglich. Das hatte das britische Cybersecurity-Unternehmen Fidus Information Security entdeckt. Es vermutet, dass die Datenbank dort seit ungefähr Mitte September ohne Passwort lag. Das ist der Zeitpunkt, an dem der Hersteller die Windows-Version des Spiels „Magic: The Gathering Arena“ veröffentlich hatte.

Das sagt das Entwicklerunternehmen zum Datenleak

Die Entwicklerfirma „Wizard of the Coast“ bestätigte den Datenleak bereits. Sie habe aus Versehen das Datenbank-Backup einer aus dem Betrieb genommenen Webseite ohne Passwortschutz in der Cloud abgelegt. Inzwischen habe man die Datenbank entfernt. Die Firma spricht von einem Einzelfall. Sie glaube nicht, dass Die Daten missbräuchlich verwendet wurden. Details dazu nannte der Hersteller nicht. Er habe die britische Datenschutzbehörde informiert. Dazu ist das Unternehmen gemäß der Datenschutz-Grundverordnung verpflichtet.

Fazit

Der Hersteller gab an, betroffene Spieler über den Leak zu informieren. Dabei wolle man Kunden auch empfehlen, ein neues Passwort zu wählen. User sollten ihr Kennwort unmittelbar ändern.

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