Daten-Leck bei Conrad Electronic: Hacker hatten Zugriff auf 14 Millionen Kundendaten

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Wer ein Konto bei dem deutschen Versandhändler Conrad Electronic besitzt, sollte in den kommenden Wochen besondere Vorsicht walten lassen. Hacker haben eine Sicherheitslücke im System der Firma ausgenutzt und sich unerlaubt Zugang zu einem Server verschafft. Rund zwei Monate lang konnten sie so Post- und Mailadressen, Telefonnummern und sogar IBAN-Daten einsehen.

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LKA und Datenschützer informiert

Hauseigene IT-Experten sollen das Datenleck entdeckt haben, schreibt Conrad Electronic in einer Kundeninformation auf seiner Webseite. Inzwischen sei die Sicherheitslücke beseitigt. Außerdem habe man sowohl das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht als auch das Landeskriminalamt eingeschaltet. Bisher gibt es nach Angaben der Behörden keinen Hinweis darauf, dass tatsächlich sensible Informationen kopiert wurden. Gelegenheit dazu hätten die Hacker aber reichlich gehabt: zwei Monate dauerte es, bis das Problem entdeckt und behoben war.

Kein Hinweis auf Täter

Accounts von 14 Millionen Kunden sind betroffen. Der Versandhändler betont, dass die Hacker weder Kreditkarteninfos noch Log-in-Daten oder Kundenpasswörter sehen konnten. Allerdings hätten über den Datenleak Postadressen sowie Fax- und Telefonnummern kopiert werden können. Auch E-Mail-Adressen waren zugänglich, bei einem Fünftel der Datensätze sogar die IBAN-Nummer. Allein damit könnten Kriminelle wenig anfangen, meint Conrad: nur mit der Bankverbindung sei europaweit keine Zahlung mehr möglich. Trotzdem werden Kunden aufgefordert, ihre Kontoauszüge jetzt besonders gründlich zu prüfen.

Vorsichtsmaßnahmen für Kunden

Außerdem könnten Conrad-Kunden nun vermehrt Ziel von Phishing-Versuchen werden. Sie sollten daher besonders auf verdächtige Mails achten und keinesfalls Passwörter preisgeben. Bei Nachrichten von unbekannten Absendern sei außerdem zu empfehlen, keine Anhänge oder Links anzuklicken.

Fazit

Nach Angaben von Conrad Electronic waren sensible Daten zu keinem Zeitpunkt frei im Netz auffindbar. Erfasst werden konnten sie höchstens mit einer speziellen Software, die Sicherheitslücken in IT-Systemen ausnutzt. Obwohl man aus Behördensicht nicht dazu verpflichtet sei, die Kunden zu informieren, habe man sich zu diesem Schritt entschlossen.

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