Datenschutz: Google will weniger Kundendaten in Werbeauktionen zeigen

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Bei Googles Real Time Bidding (RTB) buchen Unternehmen Werbeplätze auf Webseiten. Sie können dort direkt ihre bevorzugte Zielgruppe heraussuchen. Basis dafür sind zahlreiche Kundendaten, die Google ihnen zur Verfügung stellt. Das kritisieren Datenschützer immer wieder scharf. Denn: Auf diese Weise sehen Unternehmen bereits vor ihrem Gebot, wie sich Nutzer online verhalten. Google will dieses Vorgehen daher jetzt ändern, wie es in einem Blogbeitrag bekannt gab. Was können Werbetreibende erwarten? Und warum geht Google diesen Schritt?

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Das will Google beim Real Time Bidding ändern

Unternehmen können ihre Gebote für Anzeigen bei Google auf Basis von Kriterien wie Alter, Geschlecht und Hobby von Usern abgeben. Werbetreibende sollen künftig nicht mehr vor ihrem Gebot sehen können, auf welcher Art von Webseite sich Nutzer befinden. Sie haben damit keinen Einblick mehr, ob sich Nutzer beispielsweise auf einer Webseite mit Videos oder auf einer Seite mit journalistischem Content befinden.

Darum geht Google diesen Schritt

Datenschützer und Aufsichtsbehörden kritisieren immer wieder die Funktionsweise des RTB. Die Praxis des RTB sei unvereinbar mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Denn: Unternehmen könnten auf Basis der Auktionsdaten detaillierte Userprofile erstellen und User verfolgen, ohne eine Anzeige geschaltet zu haben. Google will Datenschützern daher mit dieser Neuerung entgegenkommen.

Dennoch glaubt Google, bereits viel für den Datenschutz zu tun. So verweist der Konzern darauf, umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre der User auszuüben. Werbetreibende dürften auf den Werbemarktplätzen keine Profilbildung vornehmen. Zudem würde Google IP-Adressen kürzen und es unmöglich machen, Nutzer-IDs eindeutig zuzuordnen.

Fazit

Google will die Kategorie-Beschreibungen vor Gebotsabgabe im Februar 2020 herausnehmen. Ob das europäischen Datenschützern ausreicht, um Kundendaten zu schützen, ist fraglich. So kritisieren Verbraucherverbände nach wie vor, dass Google bei Buchungsanfragen weiterhin offenlegt, was User lesen, hören und sehen. Zusammen mit dem Nutzer-Standort sei das genug, um diese online zu tracken.

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