Datenschutz: Google will weniger Kundendaten in Werbeauktionen zeigen

(2 Bewertungen, 5.00 von 5)

Bei Googles Real Time Bidding (RTB) buchen Unternehmen Werbeplätze auf Webseiten. Sie können dort direkt ihre bevorzugte Zielgruppe heraussuchen. Basis dafür sind zahlreiche Kundendaten, die Google ihnen zur Verfügung stellt. Das kritisieren Datenschützer immer wieder scharf. Denn: Auf diese Weise sehen Unternehmen bereits vor ihrem Gebot, wie sich Nutzer online verhalten. Google will dieses Vorgehen daher jetzt ändern, wie es in einem Blogbeitrag bekannt gab. Was können Werbetreibende erwarten? Und warum geht Google diesen Schritt?

Anzeige

Das will Google beim Real Time Bidding ändern

Unternehmen können ihre Gebote für Anzeigen bei Google auf Basis von Kriterien wie Alter, Geschlecht und Hobby von Usern abgeben. Werbetreibende sollen künftig nicht mehr vor ihrem Gebot sehen können, auf welcher Art von Webseite sich Nutzer befinden. Sie haben damit keinen Einblick mehr, ob sich Nutzer beispielsweise auf einer Webseite mit Videos oder auf einer Seite mit journalistischem Content befinden.

Darum geht Google diesen Schritt

Datenschützer und Aufsichtsbehörden kritisieren immer wieder die Funktionsweise des RTB. Die Praxis des RTB sei unvereinbar mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Denn: Unternehmen könnten auf Basis der Auktionsdaten detaillierte Userprofile erstellen und User verfolgen, ohne eine Anzeige geschaltet zu haben. Google will Datenschützern daher mit dieser Neuerung entgegenkommen.

Dennoch glaubt Google, bereits viel für den Datenschutz zu tun. So verweist der Konzern darauf, umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre der User auszuüben. Werbetreibende dürften auf den Werbemarktplätzen keine Profilbildung vornehmen. Zudem würde Google IP-Adressen kürzen und es unmöglich machen, Nutzer-IDs eindeutig zuzuordnen.

Fazit

Google will die Kategorie-Beschreibungen vor Gebotsabgabe im Februar 2020 herausnehmen. Ob das europäischen Datenschützern ausreicht, um Kundendaten zu schützen, ist fraglich. So kritisieren Verbraucherverbände nach wie vor, dass Google bei Buchungsanfragen weiterhin offenlegt, was User lesen, hören und sehen. Zusammen mit dem Nutzer-Standort sei das genug, um diese online zu tracken.

Anzeige
Sagen Sie uns Ihre Meinung zum Thema.
Captcha Aktualisieren
Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren:
Weiterlesen...
Datensicherheit: Unbefugte Zugriffe auf Nintendo-Accounts? Seit Tagen berichten im Netz immer mehr Nintendo-User aus Europa und den USA davon, dass Unbefugte auf ihre Accounts zugreifen. Wie können sich Dritte in die Ko...
Weiterlesen...
Dating-Apps: Verbraucherschutzverband reicht Beschwerde ein Um Dating-Apps wie Grindr oder Tinder nutzen zu können, müssen User zahlreiche persönliche Daten in ihrem Profil angeben. Diese Daten bleiben jedoch nicht bei d...
Weiterlesen...
Mangelnder Datenschutz bei Zoom: Das sind die Folgen Seit dem Beginn der Corona-Restriktionen nutzen viele Unternehmen das Videokonferenz-Tool Zoom. Die tägliche Nutzerzahl stieg von 10 Millionen im Dezember auf a...
Weiterlesen...
Datenschutz: Yahoo-Mitarbeiter durchsucht tausende Mailkonten nach intimen Fotos Ein Silicon-Valley-Programmierer hat seinen Arbeitszugang genutzt, um fremde Accounts nach Sexvideos und Fotos zu durchforsten. Offenbar mit Erfolg. Kopien der ...
Weiterlesen...
DSGVO: Identitätsnachweis mit Gesichtserkennung in Frankreich Premiere in Europa: Als erstes Mitgliedsland der EU führt Frankreich ein elektronisches Identifikationssystem (kurz: eID) unter dem Einsatz automatisierter Gesi...
Anzeige DSGVO

Der eRecht24 Newsletter

Immer bestens informiert

Bleiben Sie mit unseren kostenlosen Updates zum Internetrecht auf dem neuesten Stand. Infos, Urteile, Checklisten, Sonderangebote.

Hinweis: Sie können den Newsletter von eRecht24  jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.

loading...
Jetzt Premium-Mitglied werden

Ab Heute gestalten Sie Ihre Website ohne Angst vor Abmahnwellen und ohne teuren Anwalt abmahnsicher.

Alle Videos, Live-Webinare, E-Books, Tools und zahlreiche Rabatte.

Jetzt Mitglied werden

Mehr Informationen zu eRecht24 Premium

Impressum-Generator

Keine Chance für Abmahner

Erstellen Sie kostenlos ein rechtssicheres Impressum für Ihre Website.

Jetzt Kostenlos Impressum generieren

Rechtsberatung vom Anwalt

Haben Sie ein konkretes rechtliches Problem? Dann wenden Sie sich bitte einen Anwalt. Auf unseren Seiten finden Sie zahlreiche allgemeine Informationen zum Internetrecht. Fundierte Rechtsberatung im Einzelfall kann allerdings nur ein spezialisierter Rechtsanwalt leisten.

Inhalte kostenlos übernehmen

Der eRecht24 Newsticker

kostenfreie aktuelle Inhalte zum Internetrecht

Individuell für Ihre Website angepasst!

 

SSL-Zertifikate

Steigern Sie das Vertrauen Ihrer Kunden. Für Betreiber von Onlineshops und kommerziellen Webseiten unabdingbar:

SSL-Verschlüsselung, SSL-Zertifikate und Trust-Logos

Rechnungen online erstellen

Erstellen Sie Ihre Rechnungen gemäß den Anforderungen des Finanzamts doch einfach online!

Mit easybill bequem ordnungsgemäße Rechnungen schreiben inkl. digitaler Signatur und Datenexport zum Steuerberater. Anforderungen an korrekte Rechnungen mit Mustern und Beispielen.

IT-Recht endlich verständlich

Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

Er berät Unternehmer, Shops und Seitenbetreiber in allen Fragen des Rechts der neuen Medien.
www.kanzlei-siebert.de

Als Betreiber von eRecht24 ist er seit mehr als 15 Jahren auch als Internet-Unternehmer tätig. Deshalb finden Sie auf eRecht24 Tipps und Tricks eines spezialisierten Rechtsanwalts, aber verständlich und praxisnah erklärt.

SSL-Zertifikate, Code-Signing, S/MIMESuchmaschienoptimierung & OnlinemarketingDatenschutzRechtliche OnlineShop-Prüfung
Anzeige
eRecht24 - Unsere praktischen Tools und hilfreichen Tutorials

mitgliederbereich teaser

Exklusiv für unsere Mitglieder

Alles was Webseitenbetreiber, Agenturen und Selbständige wirklich brauchen: Videos und E-Books, Musterverträge und Erstberatung, Tools und Live-Webinare.

Mehr Informationen

dsgvo teaser

DSGVO Schnellstarter-Paket

Das Datenschutzrecht ändert sich ab Mai 2018 vollständig. Sind Sie bereit für die DSGVO? Mit unserem Schnellstarter-Paket sichern Sie Ihre Webseite ab.

Jetzt absichern

webinar teaser

Online Schulung mit Rechtsanwalt Siebert

Die 7 häufigsten Abmahnfallen auf Webseiten und wie Sie diese schnell, einfach und ohne teuren Anwalt vermeiden. So haben Abmahner bei Ihnen keine Chance!

Mehr Details
Support