Sicherheitslücken: Mehr Schutz für Gesundheitsdaten

(3 Bewertungen, 5.00 von 5)

Hackerangriffe auf Einrichtungen wie Krankenhäuser, Arztpraxen oder sogar ganze Klinikverbände haben in den letzten Monaten ein enormes Ausmaß angenommen. Dabei sind mehr oder weniger immer auch Patienten- bzw. Gesundheitsdaten betroffen, die nach Art. 9 Absatz (1) der Datenschutzgrundverordnung (kurz: DSGVO) als sensible Daten als besonders schützenswert gelten.

Anzeige

Datenschutzbeauftragter fordert höhere Sicherheitsanforderungen

Die Notwendigkeit eines verbesserten Schutzes hat jetzt auch der Bundesbeauftragte für Datenschutz erkannt – und entsprechende Maßnahmen angekündigt. Der Schutz von Gesundheitsdaten in Einrichtungen jeder Art soll dabei gerade in Bezug auf den Datenschutz vorangetrieben werden. Absolut notwendig dabei: Funktionierende und sichere Betriebssysteme sowie der datenschutzkonforme Umgang mit Cloud-Diensten.

Gesundheitsdaten am Smartphone benötigen maximalen Schutz

Ebenfalls auf der Agenda des Datenschutzbeauftragten stehen die sogenannten Gesundheits-Apps. Sie ermöglichen per Smartphone und über andere mobile Endgeräte den Zugriff auf Gesundheitsdaten. Ein weiteres Anwendungsbeispiel ist die elektronische Patientenakte, die bereits 2021 an den Start gehen soll. Auch hier müssen maximale Sicherheitsstandards gelten, um einen umfassenden Datenschutz zu gewährleisten.

Gesundheitseinrichtungen weisen gravierende Sicherheitslücken auf

Als problematisch hat sich in der Praxis die zum Teil mangelhafte IT-Sicherheit in den jeweiligen Einrichtungen erwiesen. Zahlreiche Hacker-Angriffe der Vergangenheit hatten genau auf diese Schwachstellen abgezielt und ausgenutzt. Dies lässt sich nur verhindern, indem Sicherheitsvorgaben notfalls auch durch den Gesetzgeber durchgesetzt werden. Das Gesetz zum Schutz kritischer Infrastrukturen kann hierfür als Muster dienen, denn: Dieses hat zum Ziel, die Widerstandsfähigkeit und die Schutzmaßnahmen von besonderen Strukturen durch gesetzliche Vorgaben zu optimieren.

Anforderungen an Entwickler und Dienstleister

Damit einhergehend sind auch die datenschutzrechtlichen Anforderungen an Entwickler und Dienstleister zu bewerten. Auch hier muss konsequent entsprechend geschultes und erfahrenes Personal zum Einsatz kommen, das für die Entwicklung, den Betrieb und den Service von medizinischen IT-Systemen zuständig ist.

Fazit

Schadsoftware ist in der Lage, ganze Krankenhausabläufe stillzulegen – so wie zuletzt in Fürth und auch in München. Darüber hinaus gefährden Sicherheitslücken nicht nur die internen Prozesse, sondern gerade auch die Datensicherheit in Bezug auf Patientenakten und -daten. Daneben steht aber auch die Forderung der Patienten nach mehr Transparenz: Oft wissen Patienten nicht einmal, wie sie an die eigenen Daten kommen und wie sie der Weitergabe von Daten – zum Beispiel zu Forschungszwecken – widersprechen können.

Anzeige
Sagen Sie uns Ihre Meinung zum Thema.
Captcha Aktualisieren
Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren:
Weiterlesen...
Datenschutz: Hört Apple bei Siri weiter ungefragt zu? Thomas Le Bonniec hat eigenen Angaben zufolge von Mitte Mai bis Mitte Juli 2019 für einen Vertragspartner von Apple gearbeitet. Dabei war er dafür zuständig, vo...
Weiterlesen...
Datenschutzrecht: Wie hoch ist der Streitwert für eine Auskunft? Ihnen wurde eine Auskunft verweigert und Sie möchten die diesbezüglichen Informationen nun einklagen? Zur Berechnung der Rechtsanwaltsgebühren und Gerichtskoste...
Weiterlesen...
Gesetzesentwurf: Betriebsräte sollen virtuell Beschlüsse fassen dürfen Um aktuelle Maßnahmen wie Homeoffice und Kurzarbeit zu beschließen, müssen viele Betriebsräte derzeit virtuell tagen und beschließen. Das ist nach dem Gesetz je...
Weiterlesen...
DSGVO: Umfasst der Auskunftsanspruch auch Kontobewegungen? Mit Artikel 15 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) haben Verbraucher ein Auskunftsrecht. Sie können so erfahren, welche personenbezogenen Daten Unternehmen ...
Weiterlesen...
Datenschutz: Siri legt E-Mails im Klartext auf Macs ab Apple will sich vor allem durch seinen verlässlichen Datenschutz von der Konkurrenz abheben. Im Sommer kam dann heraus, dass menschliche Mitarbeiter Gespräche m...
Anzeige DSGVO

Der eRecht24 Newsletter

Immer bestens informiert

Bleiben Sie mit unseren regelmäßigen und kostenlosen Updates zum Internetrecht auf dem neuesten Stand. Infos, Urteile, Checklisten, Sonderangebote.

Hinweis: Sie können den Newsletter von eRecht24  jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.

loading...
Jetzt Premium-Mitglied werden

Ab Heute gestalten Sie Ihre Website ohne Angst vor Abmahnwellen und ohne teuren Anwalt abmahnsicher.

Alle Videos, Live-Webinare, E-Books, Tools und zahlreiche Rabatte.

Jetzt Mitglied werden

Mehr Informationen zu eRecht24 Premium

Impressum-Generator

Keine Chance für Abmahner

Erstellen Sie kostenlos ein rechtssicheres Impressum für Ihre Website.

Jetzt Kostenlos Impressum generieren

Rechtsberatung vom Anwalt

Haben Sie ein konkretes rechtliches Problem? Dann wenden Sie sich bitte einen Anwalt. Auf unseren Seiten finden Sie zahlreiche allgemeine Informationen zum Internetrecht. Fundierte Rechtsberatung im Einzelfall kann allerdings nur ein spezialisierter Rechtsanwalt leisten.

Inhalte kostenlos übernehmen

Der eRecht24 Newsticker

kostenfreie aktuelle Inhalte zum Internetrecht

Individuell für Ihre Website angepasst!

 

SSL-Zertifikate

Steigern Sie das Vertrauen Ihrer Kunden. Für Betreiber von Onlineshops und kommerziellen Webseiten unabdingbar:

SSL-Verschlüsselung, SSL-Zertifikate und Trust-Logos

Rechnungen online erstellen

Erstellen Sie Ihre Rechnungen gemäß den Anforderungen des Finanzamts doch einfach online!

Mit easybill bequem ordnungsgemäße Rechnungen schreiben inkl. digitaler Signatur und Datenexport zum Steuerberater. Anforderungen an korrekte Rechnungen mit Mustern und Beispielen.

IT-Recht endlich verständlich

Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

Er berät Unternehmer, Shops und Seitenbetreiber in allen Fragen des Rechts der neuen Medien.
www.kanzlei-siebert.de

Als Betreiber von eRecht24 ist er seit mehr als 15 Jahren auch als Internet-Unternehmer tätig. Deshalb finden Sie auf eRecht24 Tipps und Tricks eines spezialisierten Rechtsanwalts, aber verständlich und praxisnah erklärt.

SSL-Zertifikate, Code-Signing, S/MIMESuchmaschienoptimierung & OnlinemarketingDatenschutzRechtliche OnlineShop-Prüfung
Anzeige
eRecht24 - Unsere praktischen Tools und hilfreichen Tutorials

mitgliederbereich teaser

Exklusiv für unsere Mitglieder

Alles was Webseitenbetreiber, Agenturen und Selbständige wirklich brauchen: Videos und E-Books, Musterverträge und Erstberatung, Tools und Live-Webinare.

Mehr Informationen

dsgvo teaser

DSGVO Schnellstarter-Paket

Das Datenschutzrecht ändert sich ab Mai 2018 vollständig. Sind Sie bereit für die DSGVO? Mit unserem Schnellstarter-Paket sichern Sie Ihre Webseite ab.

Jetzt absichern

webinar teaser

Online Schulung mit Rechtsanwalt Siebert

Die 7 häufigsten Abmahnfallen auf Webseiten und wie Sie diese schnell, einfach und ohne teuren Anwalt vermeiden. So haben Abmahner bei Ihnen keine Chance!

Mehr Details
Support