YouTube: Besserer Datenschutz für Kinder

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2019 fand ein US-amerikanisches Meinungsforschungsinstitut heraus, dass User Clips von und mit Kindern besonders oft aufrufen – obwohl die Plattform eigentlich für Jugendliche und Erwachsene gedacht ist. YouTube ändert daher jetzt seinen Umgang mit Kinderdaten. Wie will YouTube Kinder auf seiner Plattform besser schützen? Und was müssen Unternehmen jetzt beachten, wenn sie Videos mit Kinder-Inhalten hochladen?

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Warum ändert YouTube seine Vorgaben für Kinder-Videos?

Erst im September letzten Jahres musste Google 170 Millionen Dollar Strafe zahlen. Der Grund: YouTube hatte illegal Daten von Kindern gesammelt, um ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen. Die US-amerikanische Verbraucherschutzbehörde Federal Trade Commission (FTC) hatte YouTube damit unmissverständlich gezeigt, dass die Plattform seine jungen User besser schützen muss.

Das gilt jetzt für Kinder-Videos

User müssen ab jetzt Videos für Kinder als solche kennzeichnen. In diesen Videos spielt YouTube keine personalisierte Werbung mehr aus. Zudem gibt es bei YouTube Music keine Benachrichtigungstöne, Likes und Dislikes mehr. Und: Die Plattform schaltet Live-Chats und Kommentare aus. Anders gesagt: YouTube schützt Kinder und ihre Privatsphäre jetzt besser. Es spielt dabei keine Rolle, wie alt die Nutzer sind, die die Kinder-Videos schauen. YouTube übernimmt die neuen Regeln für alle User, die Kinder-Videos anklicken.

Wann gilt ein Clip als Video für Kinder?

Grundsätzlich sollen die Videoproduzenten ihren Content selbst markieren, wenn es sich dabei um Videos für Kinder handelt. Dabei sollen Clips, die sich speziell an Kinder richten, also die Hauptzielgruppe des Inhalts sind, diese Markierung erhalten.

Daneben will YouTube über seine KI, Inhalte auf der Plattform selbst überprüfen. Kennzeichnen Video-Produzenten einen Clip fälschlicherweise nicht als Kinder-Content, will YouTube sie um eine Korrektur bitten. Sollten Produzenten gegen die neue Regelung grob verstoßen, will YouTube eingreifen.

Fazit

YouTube will die neuen Regeln auf seiner Plattform in den nächsten Tagen aktivieren. Der Konzern rät Eltern jedoch, grundsätzlich YouTube Kids zu verwenden. Denn: Dort finden sich nur ausgewählte und auf Kinder zugeschnittene Inhalte.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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