Datenleak: Pornowebseite speichert Daten in frei zugänglicher Cloud

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Erst im November letzten Jahres kam heraus, dass eine Pornowebseite die Daten ihrer User und Camgirls offen im Netz abgelegt hatte. Jetzt sorgt eine weitere Pornowebseite für einen Datenskandal: Die Security-Experten von vpnMentor fanden hochsensible Daten einer LiveCam-Pornoseite offen in einer Amazon-Cloud. Welche Seite war von dem Leak betroffen? Und welche Daten waren frei zugänglich?

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Welche Pornoseite war betroffen?

Die Daten des Leaks stammen vorwiegend von der LiveCam-Seite „imlive.com“. Aus den Daten geht auch hervor, dass der Eigentümer der Cloud das Affiliate-Unternehmen „PussyCash“ ist.

Diese Daten lagen offen in der Cloud

Das Team von vpnMentor, das die Sicherheitslücke aufdeckte, berichtet, dass in der Cloud über 875.000 Daten lagen. Darunter waren hochsensible Daten wie Scans von den Pässen, Führerscheinen, Sozialversicherungsausweisen, Geburtsurkunden und Kreditkarten der Camgirls. Zudem fanden die IT-Spezialisten Videos, Screenshots von Videochats und Scans der Verträge, die die Beschäftigten mit dem Seitenbetreiber geschlossen hatten. Und: In der Cloud waren Daten zu etwaigen Tattoos, Piercings und Körpermaßen der Männer und Frauen der Plattform abgespeichert. Insgesamt umfasste der Speicher 20 Gigabyte.

Wer ist von dem Leak betroffen?

Das Datenleck betrifft rund 4.000 Beteiligte. Diese stammen aus zahlreichen verschiedenen Ländern der Welt.

So reagierte die Pornowebseite auf den Leak

vpnMentor fand die offene Datensammlung am 3. Januar. Am 4. Januar informierte es die dahinterstehenden Unternehmen „ImLive“ und „PussyCash“. Bis zum 7. Januar hörte vpnMentor nichts von den Firmen. Die Sicherheitsexperten informierten daher Amazon über das Datenleck. Am selben Tag ließ „ImLive“ wissen, dass es die Angelegenheit an das Technikteam von PussyCash weitergeben werde. Am 9. Januar war die Cloud nicht mehr frei zugänglich.

Zweiter Porno-Leak

Bei dem Porno-Leak im November letzten Jahres lagen nicht nur Daten der Camgirls offen. Es fanden sich auch Millionen Daten von Usern offen im Netz. Der aktuelle Fall ist jedoch nicht weniger brisanter. Denn: Die Cloud führte alle wichtigen bürgerlichen Daten der Betroffenen.

Fazit

Ein Bußgeld nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist in diesem Fall nicht möglich. Der Eigentümer der Unternehmen sitzt in Andorra. Das unabhängige Fürstentum ist kein EU-Mitglied. Die DSGVO gilt daher nicht.

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