US-Behörde FTC: Tun Apple und Facebook genug für den Datenschutz?

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Auf der CES, der weltweit größten Messe für Unterhaltungselektronik, diskutierten die beiden Tech-Riesen Apple und Facebook sowie der Konsumgüter-Konzern Procter & Gamble über den aktuellen Stand des Datenschutzes. Ebenfalls mit dabei: Die Federal Trade Commission (FTC), eine unabhängig arbeitende US-Bundesbehörde für Wettbewerb und Verbraucherschutz. Was tun die Digitalunternehmen, um Kundendaten zu schützen? Und wie bewertet die FTC das?

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So sieht die FTC den Datenschutz

Die Kommissarin der FTC, Rebecca Slaughter, geht davon aus, dass niemand weiß, was heute mit den Daten passiert. Das sei auf eine fehlende Transparenz zurückzuführen. Unternehmen würden die Daten zu einem großen Teil in undurchsichtigen Infrastrukturen hinter den Kulissen verteilen. Die FTC wolle daher genau beobachten, ob die Wertschöpfung der Datenerhebung bereits zu Lasten der Verbraucher geht. Und: Die Politik müsse ein Ökosystem schaffen, in dem Konzerne beim Datenschutz in einem Wettbewerb stehen.

Das macht Apple für den Datenschutz

Apples Datenschutzbeauftragte Jane Horvath will, dass Menschen die Kontrolle über ihre Daten haben. Dafür setzt der Hersteller auf „Privacy by Design“. Das bedeutet: Apple denkt Datenschutz bereits bei der Entwicklung seiner Produkte mit. Dafür arbeiten in der Entwicklung auch Datenschutzjuristen.

Das sagt Facebook zum Thema Datenschutz

Facebooks Datenschutzbeauftragte Erin Egan gab an, dass die Plattform ein anderes Geschäftsmodell als Apple habe. Dafür müsse der Konzern Daten sammeln. Das bedeute jedoch nicht, dass die Daten bei Facebook weniger geschützt seien, so Egan weiter. Im Gegenteil: Sie geht davon aus, dass die Privatsphäre der Menschen bei Facebook geschützt ist.

Wie sieht Procter & Gamble den Datenschutz?

Selbst Unternehmen wie Procter & Gamble, die Alltagsprodukte verkaufen, müssen sich Gedanken über den Datenschutz machen. Denn: Digitale Marketing- und Kundenbindungskanäle generieren ebenfalls große Datenmengen. Das Vertrauen der Kunden sei dabei ein fundamentales Element, so die Datenschutzbeauftragte Susan Shook. Sie geht davon aus, dass „mit den Daten toxische Dinge passieren, die nicht passieren dürften“. Shook fordert daher mehr Transparenz bei den Hinweis- und Kontrollmechanismen.

Fazit

FTC-Kommissarin Slaughter glaubt nicht, dass Unternehmen genug für den Datenschutz tun oder dass die Privatsphäre der Nutzer geschützt sei. Sie will zudem verhindern, dass Verbraucher selbst herausfinden müssen, wie Unternehmen ihre Daten verarbeiten. Ausführliche Zustimmungen für Nutzertracking oder komplexe Datenschutzeinstellungen hält sie daher nicht für den richtigen Weg.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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