Sicherheitslücke bei Safari: Anti-Tracking ermöglicht Tracking

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Der Apple-Browser Safari verspricht Usern durch seine Anti-Tracking-Funktion einen verbesserten Datenschutz. Dies gilt vor allem für das websiteübergreifende Tracking, das regelmäßig durch Inhalte von Drittanbietern zustande kommt. Google-Forscher haben hier nun eine Sicherheitslücke offengelegt: Gerade die Funktion zum Anti-Tracking ist offensichtlich eine Möglichkeit, den Browser- und Suchverlauf der User auszuspähen.

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Apple ohne offizielle Stellungnahme

Das Unternehmen aus Kalifornien selbst hat zu den Erkenntnissen keine offizielle Stellungnahme gegeben – wies aber darauf hin, dass mögliche Schwachstellen bereits im Dezember behoben worden seien.

Die Intelligent Tracking Protection (kurz: ITP) bietet Safari seit 2017 an und verspricht einen intelligenten Tracking-Schutz für alle Cookies, die über Drittanbieter Nutzungsdaten erfassen und an entsprechende Webseiten weitergeben. Safari blockiert dabei sämtliche Cookies, solange der User mit der aufgerufenen Webseite noch nicht in Interaktion getreten ist.

Unklar bleibt, ob die Fehler tatsächlich behoben wurden

Entgegen des offiziellen Statements von Apple ist aktuell aber unklar, ob die Schwachstellen tatsächlich behoben wurden. Experten wie Justin Schuh aus dem Google-Forscherteam berichten, dass das Problem sehr wohl noch besteht – dies kann unter anderem in der mangelnden Wirksamkeit der Fehlerbehebung begründet sein.

Zusammenarbeit von Google und Apple zur Verbesserung der Datensicherheit

Die Anti-Tracking-Funktion von Safari hat insbesondere bei Werbetreibenden für Unmut gesorgt. Gerade iPhone-User seien durch die ITP nur schwer für personalisierte Werbung zu erreichen – dies wirkt sich auch auf die Preisentwicklung aus, die für Banner und Co. im Rahmen des Online-Marketing zu verzeichnen ist.

Grundsätzlich dient die Kooperation von Google und Apple der Verbesserung der Sicherheit. Das Ausschalten von personalisierter Werbung ist jedoch explizit kein Anliegen von Google: Hier zählt die gezielte Werbung bei Nutzern zum Kerngeschäft.

Fazit

Werbung ist ein großes Geschäft – dementsprechend hoch ist das Interesse der Werbetreibenden, individuell passende Anzeigen zu platzieren. Der Versuch, dazu Userdaten zu benutzen, ist nachvollziehbar, aber gerade das möchte Apple seinen Kunden nicht zumuten. Ein Interesse an personalisierter Werbung besteht hier explizit nicht. Gerade das Third Party Tracking steht nicht umsonst dauerhaft in der Kritik: Hier ist auch an die europäische Datenschutzgrundverordnung (kurz: DSGVO) und die anstehende ePrivacy-Verordnung zu denken, die bezüglich der Cookie-Einsatzmöglichkeiten eine explizite Einwilligung der User voraussetzen.

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