Sicherheitsbedenken: Kein WhatsApp mehr für hohe UN-Vertreter

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Schon seit 2019 ist es per Direktive hochrangigen Vertretern der UN untersagt, den Messengerdienst WhatsApp zu benutzen. Diese Information wurde nun im Rahmen der Ermittlungen rund um das gehackte Handy des Amazon-Chefs Jeff Bezos bekannt. Ein UN-Sprecher bestätigte auf Nachfrage das WhatsApp-Verbot – die Direktive sei demnach bereits im Juni 2019 an die Vertreter gegangen.

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WhatsApp aktuell bei 1,5 Milliarden Nutzern aktiv

Derzeit werden nach eigenen Aussagen von WhatsApp, das dem Facebook-Konzern zugerechnet wird, weltweit rund 1,5 Milliarden Nutzer bedient. Sicherheitsbedenken sollen dabei angesichts der modernen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung außen vor bleiben.

Hochrangige UN-Vertreter müssen auf diese Art der Kommunikation jedoch verzichten. WhatsApp gilt demnach nicht als sicherer Übertragungsweg. Ob hier andere Alternativen zur Verfügung stehen, ist unklar – ebenso wie die Frage, ob das Verbot nur WhatsApp betrifft oder auch andere Messenger-Dienste wie Threema oder Signal.

Malware sorgte für Zugriff auf das Handy von Jeff Bezos

Brisant ist das Thema gerade auch im Hinblick auf die Hacking-Attacke auf das Handy von Amazon-Chef Jeff Bezos. Hier ging der Angriff durch die Infizierung mit Malware aus, die mutmaßlich über eine Videodatei auf WhatsApp durch die saudische Führung auf das Handy aufgespielt wurde.

WhatsApp für EU-Abgeordnete empfohlen

Im Vergleich zur Handhabung in Europa überrascht die Direktive der UN deutlich: Hier wurde den Abgeordneten nämlich zunächst durch die IT-Abteilung des EU-Parlaments explizit der Gebrauch des Messengers Signal untersagt – und stattdessen auf WhatsApp verwiesen. Begründung war dabei gerade die oben erwähnte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sowie die Einstufung als Standardsoftware.

Fazit

Ob WhatsApp oder andere Dienste: Sicherheitsbedenken sollten prinzipiell bei jedem Messenger mit dabei sein – das gilt auch angesichts der oft beworbenen Verschlüsselung von entsprechenden Diensten. Diese schützt zwar vor dem Abhören durch außenstehende Dritte – aber nicht davor, dass beispielsweise Malware per Dateien von Gerät zu Gerät weitergegeben wird. Hier ist immer noch jeder einzelne User gefragt und ein durchdachtes Benutzerverhalten.

Gerade WhatsApp als Teil des Facebook-Konzerns sollten kritische User jedoch im Auge behalten: Hier steht immer noch im Raum, ob Facebook nicht doch Zugriff auf die verschickten Inhalte der Nachrichten hat und somit auch in der Lage ist, entsprechende Daten und Informationen zu sammeln. Dabei geht es sicher nicht nur um anfallende Metadaten, sondern gerade auch um besonders sensible Daten. Facebook selbst hat unlängst bestätigt, dass WhatsApp in Zukunft auch für personalisierte Werbung genutzt werden soll.

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