Cybercrime: Webseite bietet 12 Milliarden gestohlene Daten an

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Auf der Website WeLeakInfo.com konnten User illegal gesammelte Nutzerdaten kaufen. Ihnen standen dabei über 12 Milliarden Datensätze aus mehr als 10.000 Sicherheitsvorfällen zur Auswahl. Die Webseite selbst gab an, User ihre Daten auf Sicherheitslücken überprüfen zu lassen – ähnlich der Webseite „Have I Been Pwned“. Internationale Behörden beschlagnahmten die Seite jetzt jedoch. Wie funktionierte WeLeakInfo? Und welche Gefahr ging davon aus?

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Wie funktionierte WeLeakInfo.com?

User konnten auf WeLeakInfo Datensätze wie E-Mail-Adressen und Passwörter von Nutzern weltweit erwerben. Dafür mussten sie ein Abo abschließen, das pro Tag 2 Dollar kostete. Sie konnten dabei aus einem Abo für einen Tag, eine Woche, einen Monat oder 3 Monate wählen.

In der Praxis konnten Kunden die Datenbank dann nach einem Namen, einem Nutzernamen oder einer E-Mail-Adresse durchsuchen. Die Seite zeigte daraufhin eine Übersicht über alle Datenverluste oder Datendiebstähle an, von denen die Person betroffen war. Unter den Daten waren unter anderem Passwörter im Klartext und Telefonnummern. Abonnenten von WeLeakInfo konnten mit den erworbenen Daten versuchen, auf mögliche Konten des Users bei verschiedenen Anbietern zuzugreifen.

Die Daten sollen aus Hackerangriffen oder aus anderen Datenverlusten stammen. Über 3 Jahre verkaufte WeLeakInfo die Datensätze. Es ist unklar, ob Nutzer auf der Webseite auch tatsächlich ihre Daten auf mögliche Sicherheitsprobleme überprüfen konnten.

WeLeakInfo kein Einzelfall

Bereits im Februar 2017 schlossen die US-Behörden eine ähnliche Webseite. Damals nahmen sie ein Angebot mit dem Namen „LeakedSource“ offline. Aktuell sollen laut ZDNet mindestens 3 weitere Webseiten illegal erworbene Datensätze verkaufen. Dazu zählen Snusbase, Dehashed und Leak-Lookup.

Fazit

Polizeibehörden aus Nordirland, Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden sowie das US-amerikanische FBI haben die Webseite WeLeakInfo beschlagnahmt. Sie schalteten die Seite am 15. Januar ab. Darüber hinaus wurde ein Mann aus Nordirland sowie ein Mann aus den Niederlanden verhaftet. Sie sollen die Seite betrieben haben. Bei den Durchsuchungen ihrer Wohnungen stellten die Behörden eine entsprechende Ausrüstung sicher, mit der sie die Seite betrieben haben sollen.

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