Datenleck: Microsoft ermöglicht Zugriff auf 250 Millionen Kundendaten

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Eine Fehlkonfiguration ist verantwortlich für ein eklatantes Datenleck beim Branchenriesen Microsoft. Dieses sorgte dafür, dass rund 250 Millionen Einträge in der Support-Datenbank öffentlich abrufbar waren. Besonders heikel: Der Zugriff wäre über einen Zeitraum von fast vier Wochen direkt über einen konventionellen Webbrowser uneingeschränkt möglich gewesen.

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Unsichere Serverkonfiguration

Experten hatten die Schwachstelle auf gleich fünf Servern entdeckt. Jeder der Server hält Kundendaten bereit – so zum Beispiel auch Chat-Mitschnitte und Support-Informationen, die bis in das Jahr 2005 zurückreichen. Ebenfalls Inhalt der Einträge: E-Mail-Adressen und Standortdaten. Viele der Datensätze wiesen keine Verschlüsselung auf, was für Hacker fast schon eine Einladung ist, glaubhafte Spam-Mails an die betroffenen User zu verschicken.

Eine Benachrichtigung an das Unternehmen aus Redmond in den USA erfolgte umgehend und sorgte innerhalb von 24 Stunden nach der Information dafür, dass das Sicherheitsleck geschlossen wurde.

Möglichkeit zum Telefonbetrug

Theoretisch denkbar ist, dass Cybergangster die Daten nutzen, um über Fake-Anrufe Support im Namen von Microsoft anzubieten. Bereits in der Vergangenheit hatte es ähnliche Fälle gegeben. Im Moment noch unklar ist allerdings, ob und in welchem Umfang es tatsächlich zur Abfrage von Kundendaten gekommen ist.

User zur Vorsicht aufgerufen

Microsoft-Kunden sollten bei vermeintlichen Support-Angeboten eine gesunde Skepsis walten lassen. Grundsätzlich obliegt es den Usern selbst, den Kontakt zum Unternehmen herzustellen – Microsoft geht prinzipiell nie von sich aus auf Kunden zu. Dies gilt sowohl für Mails als auch für den telefonischen Kontakt: Beide Optionen müssen aktiv vom User aus unternommen werden. Ebenfalls ein sicheres Signal für betrügerische Support-Angebote ist die Abfrage von Passwörtern: Auch diese Maßnahme wird von Microsoft grundsätzlich nicht durchgeführt.

Fazit

Datenskandale auch in großen Unternehmen wie Microsoft & Co. sind längst keine Seltenheit mehr. User sollten gerade bei der Preisgabe von persönlichen Informationen und Daten eine vernünftige Sparsamkeit an den Tag legen und wirklich nur die Datensätze weitergeben, die tatsächlich notwendig sind. Wie es zu der Fehlkonfiguration der Server kommen konnte, wird nun Gegenstand einer Untersuchung sein – immerhin steht dabei auch die Frage im Raum, warum Datensätze überhaupt unverschlüsselt abgelegt wurden. Für Microsoft selbst ist der Leak sicher mehr als eine peinliche Panne: Dies gerade auch in Anbetracht der Tatsache, dass man hier immer mehr auf Cloudlösungen drängt, die vom Unternehmen selbst als sicher bezeichnet werden.

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