Promi-Daten im Netz: Hacker veröffentlichen Informationen von 10 Millionen Hotelgästen

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Justin Bieber, Twitter-Chef Jack Dorsey und zahlreiche Beamte von US-Ministerien haben etwas gemeinsam: Sie alle waren in der Vergangenheit schon in einem MGM-Resort zu Gast. Die in diesem Zusammenhang gespeicherten Daten sind seit ein paar Tagen auf einer öffentlichen Hacker-Plattform zu finden. Zusammen mit Adressen, Telefonnummern und ähnlichen Informationen von weiteren rund zehn Millionen Hotelgästen.

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Bekannte Namen unter den Ausgespähten

Die MGM-Kette betreibt mehrere weltbekannte Hotels, unter anderem in der Glücksspiel-Metropole Las Vegas. Neben Touristen steigen hier auch namhafte Geschäftsreisende, Messebesucher, Journalisten und sogar Regierungsbeamte ab. Genau 10.683.188 von ihnen sind Opfer eines Datenlecks geworden. Unbekannte Täter konnten dabei Namen, Geburtsdaten, Adressen, Telefonnummern und Mail-Adressen auslesen. Wie die Tech-Plattform ZDNet herausfand, ereignete sich der eigentliche Zugriff bereits im vergangenen Sommer.

MGM hat die Datenpanne bestätigt

Betroffen war nach Angaben des Unternehmens ein Cloud-Server, auf dem Besucherdaten bis einschließlich 2017 gespeichert waren. Nachdem man den unbefugten Zugriff auf das System entdeckt habe, seien die Besitzer der abgeflossenen Daten vorschriftsgemäß informiert worden. Darüber hinaus habe der Konzern die IT von Cyber-Security-Spezialisten prüfen lassen und die Sicherungssysteme verbessert. Die Verantwortung für sensible Kundendaten werde im Unternehmen sehr ernst genommen, betont MGM.

Veröffentlichung mit einem Jahr Verspätung

Kurz nach dem Breach teilten die Eindringlinge die Daten offenbar zunächst in einem geschlossenen Hacker-Forum. Erst jetzt sind sie einem wesentlich größeren Publikum zugänglich gemacht worden. Dadurch wächst nun noch einmal die Gefahr, dass die MGM-Gäste Opfer von Phishing-Versuchen, Malware-Angriffen oder Identitäts-Diebstahl werden. Bei ihren Recherchen stellten die Reporter von ZDNet fest: Viele der geleakten Telefonnummern werden bis heute von den damaligen Hotelgästen benutzt. Dass einige der Datensätze wohlhabenden Promis, Wirtschaftsbossen und Regierungsbeamten gehören, dürfte ihre Attraktivität noch erhöhen. Bei MGM geht man immerhin davon aus, dass weder Kreditkartennummern noch Passwörter abgegriffen wurden.

Fazit

Der Vorfall bei MGM erinnert an eine noch spektakulärere Datenpanne bei der Hotelkette Marriott. Ende 2018 war bekannt geworden, dass Hacker beim Tochterunternehmen Starwood rund 500 Millionen Nutzerdaten kopiert hatten. Die zuständige Datenschutzbehörde, das britische ICO, will deshalb ein DSGVO-Bußgeld in Höhe von umgerechnet etwa 110 Millionen Euro verhängen. Das Verfahren ist allerdings noch nicht abgeschlossen.

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