Datenschutz: Brave reicht DSGVO-Beschwerde gegen Google ein

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Google sammelt über seine Dienste massenhaft persönliche Daten. Was genau der Konzern damit macht, weiß niemand. Brave, ein quelloffener Browser mit Fokus auf den Schutz personenbezogener Daten, wirft Google daher jetzt vor: Die Suchmaschine verstoße gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Brave hat daher DSGVO-Beschwerde eingereicht. Was wirft Brave Google vor? Und was will es mit der Beschwerde erreichen?

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Was wirft Brave Google vor?

Die DSGVO gibt vor: Wollen Unternehmen personenbezogene Daten verarbeiten, müssen sie dafür entweder eine gesetzliche Grundlage, ein berechtigtes Interesse oder die Erlaubnis der User haben. Brave wirft Google vor, die über seine Dienste gesammelten Daten miteinander zu verknüpfen und so ein umfassendes Profil der User zu erstellen – ohne dafür ihr Einverständnis einzuholen. Google benötige daher eine Art globales Opt-In für all seine Dienste.

Google ignoriert DSGVO-Auskunft

Brave gibt zudem an, Google gemäß Art. 15 DSGVO um Auskunft gebeten zu haben. Es wollte so erfahren, was Google mit all den Daten anstelle. Daraus ergab sich zwar eine Kommunikation zwischen Brave und Google. Die Suchmaschine hat jedoch auch nach 6 Monaten keine konkrete Antwort geliefert.

Nur weil Google über die persönlichen Daten von Nutzern verfüge, dürfe es diese nicht übergreifend in allen Geschäftsbereichen nutzen, so Brave in der DSGVO-Beschwerde.

Das fordert Brave

Brave fordert, dass Google die einzelnen Dienste voneinander trennt und so die gesammelten Daten nicht mehr miteinander verknüpft. Auf diese Weise sollen auch andere große Digitalkonzerne an Marktmacht verlieren.

Das tut Google für den Datenschutz

Google hat sich im letzten Jahr selbst ein neues Datenschutz-Programm auferlegt. So können User beispielsweise den Kartendienst Google Maps mittlerweile im Inkognito-Modus nutzen. Am 31. März aktualisiert Google zudem seine Nutzungsbedingungen. Der Konzern will diese besser verständlich gestalten. User sollen so verstehen, wofür Google ihre Daten nutzt.

Fazit

Brave hat die DSGVO-Beschwerde gleich bei mehreren Datenschutzstellen eingereicht. So erhielten die Europäische Kommission, das Bundeskartellamt, die Verbraucherschutzbehörde sowie die französische, britische und irische Wettbewerbsbehörde den Beschwerdebrief.

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Kommentare  
B41t
0 # B41t 08.05.2020, 09:29 Uhr
Ich glaube zwar kaum, dass hier irgendwas passieren wird (wäre zu schön), aber auf jeden Fall ein richtiger Schritt, den es zu unterstützen gilt.
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