App-Store Aptoide: Hacker kopieren Daten von 20 Millionen Nutzeraccounts

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Aptoide ist ein alternativer App-Store für das Betriebssystem Android. Auf der Plattform sind rund 49 Millionen User registriert. Diese müssen sich jetzt Sorgen um ihre Daten machen: Hacker haben bei Aptoide Daten von über 20 Millionen Accounts kopiert und in einem einschlägigen Forum veröffentlicht. Das ließ das Portal in einer Mitteilung wissen. Welche Daten konnten die Hacker erbeuten? Und was sollten User jetzt tun?

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Welche Daten haben die Hacker erbeutet?

Die Hacker haben aus den Accounts Namen, E-Mail-Adressen, die bei der Registrierung erfasste IP-Adresse, Details zu den verwendeten Geräten und zum Browser sowie verschlüsselte Passwörter kopiert. Hatten User ihr Geburtsdatum angegeben, haben die Angreifer auch dies kopiert.
Aptoide verwendet für die Passwörter das Hashverfahren SHA-1. Dies gilt als nicht zeitgemäß, da es Schwächen aufweist. Zudem wird es von gängigen Webbrowsern für SSL/TLS-Zertifikate nicht mehr unterstützt. Mit Zeit und Rechenaufwand könnten die Hacker die Passwörter daher knacken.

Diese Nutzer sind vom Datenleak betroffen

Aptoide gibt an, dass nur Nutzer von dem Datenleck betroffen seien, die auf der Plattform einen eigenen Account eingerichtet haben. Um den App-Store zu benutzen, müssen User das jedoch nicht vornehmen.

So reagierte Aptoide auf das Datenleak

Aptoide hat alle Passwörter der User, die über ein Konto verfügen, zurückgesetzt. Es bat Nutzer zudem, ein neues Passwort zu vergeben. Aptoide untersucht das Datenleck derzeit. User können sich aktuell daher nicht neu im Store anmelden. Erst wenn das Datenleck aufgearbeitet sei, soll eine Neuanmeldung wieder möglich sein.

Was sollten Nutzer jetzt tun?

Nutzer sollten über die Datenbank „Have I been Pwned?“ überprüfen, ob die Hacker auch ihre Daten abgreifen konnten. Sie sollten in jedem Fall ein neues Passwort vergeben.

Fazit

Es ist bisher nicht geklärt, wann der Hack passiert ist. Denn: Die veröffentlichten Daten umfassen nur den Zeitraum an Neuregistrierungen zwischen dem 21. Juli 2016 und dem 28. Januar 2018. Die Hacker selbst geben an, noch nicht alle Daten freigegeben zu haben. Insgesamt sollen nicht 20, sondern 39 Millionen Nutzer betroffen sein.

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