Datenspende: 500.000 verwenden freiwillig RKI-App

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Während Fachleute und Politiker noch über die Datenschutzprobleme von Tracking-Apps diskutieren, haben viele Verbraucher bereits gehandelt: Das Robert Koch-Institut meldet inzwischen mehr als eine halbe Million Installationen seiner sogenannten „Datenspende-App“. Damit überlassen Nutzer den Wissenschaftlern Daten aus ihren Fitness-Armbändern und Smartwatches. Aus den Informationen will das RKI auf die Ausbreitung des Corona-Virus schließen.

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Erwartungen übertroffen

Nur wenige Wochen nach dem Start der App haben bereits 0,54 Prozent der Bevölkerung Gesundheitsdaten zur Verfügung gestellt. Damit würden die eigenen Erwartungen übertroffen, schreibt das RKI auf dem Internet-Blog des Projekts. Eine Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Bürgern in dieser Größenordnung sei bisher weltweit einmalig. Die derzeit angemeldete Zahl von Datenspendern reiche, um Aussagen für jeden einzelnen Landkreis in Deutschland treffen zu können. Und das, obwohl die Teilnehmerzahlen je nach Größe der Landkreise schwanken: von gerade mal 100 bis hin zu mehr als 20.000 Nutzern.

Fieberkarte für Deutschland

Die Wissenschaftler interessieren sich beispielsweise für den Ruhepuls der Teilnehmer. Steigt dieser über mehrere Tage an und ändern sich vielleicht auch noch Schlafdauer und -qualität, deutet das auf eine fiebrige Erkrankung hin. Auf der Grundlage dieser und weiterer Informationen will das RKI nun täglich eine sogenannte „Fieberkarte“ erstellen. Damit soll einschätzbar sein, wie viele Menschen in jedem einzelnen Landkreis Fieber haben. „Wenn alles klappt“, so die Autoren des Blogs, könne man damit rechtzeitig neue Covid-19-Hotspots erkennen.

Fazit:

Die Teilnehmer der „Corona-Datenspende“ wurden nicht repräsentativ ausgewählt, sondern haben sich aus eigenem Interesse für die Teilnahme an der Untersuchung entschieden. Der erfolgreiche Einsatz einer solchen App ist bereits im Januar in der Fachzeitschrift „The Lancet“ dargestellt worden. In der dort veröffentlichten Studie konnte mit Daten aus Wearables die Verbreitung der saisonalen Grippe genau beschrieben werden.

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