Hacker-Angriff: Daten von 9 Millionen EasyJet-Passagieren erbeutet

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Kunden der britischen Billig-Fluglinie EasyJet sollten in den kommenden Monaten besonders auf mögliche Phishing-Versuche achten. Wie das Unternehmen jetzt bekannt gab, wurden bereits Anfang des Jahres Mail-Adressen und Reiseinformationen von Millionen Touristen ausgelesen. Und das ist nicht alles: In mehr als 2000 Fällen hatten die Hacker auch Zugriff auf Kreditkartendaten - einschließlich der Sicherheitscodes.

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Britische Datenschutzbehörde ermittelt

Schon im Januar wurde den Verantwortlichen klar, dass EasyJet Opfer eines Cyber-Angriffs geworden war. Eines äußerst raffinierten Angriffs, wie man gegenüber der britischen BBC betont. Deshalb habe es so lange gedauert, das ganze Ausmaß zu erfassen. Und das, obwohl umgehend alle notwendigen Schritte eingeleitet wurden: die britischen Datenschutzbehörden informiert, Fachleute für Datensicherheit mit der Aufklärung beauftragt, das Datenleck geschlossen.

Kreditkartennummern mit Sicherheitscodes

Man gehe davon aus, dass die Hacker es in erster Linie auf geistiges Eigentum der Fluggesellschaft abgesehen hätten. Erst Anfang April sei klar geworden, dass ebenfalls die Kreditkarteninformationen von 2.208 Kunden ausgelesen wurden. Auch die dreistelligen CVC-Codes auf der Kartenrückseite hätten die Täter wohl einsehen können. Bisher gebe es allerdings keinen Hinweis darauf, dass die gestohlenen Daten missbraucht worden seien.

Große Gefahr durch Phishing

Auf Anraten der britischen Datenschutzbehörde ICO will EasyJet nun dennoch alle aktuellen und ehemaligen Kunden informieren. Vor allem auf die Gefahren durch Phishing soll dabei aufmerksam gemacht werden. Ohnehin ist die Zahl derartiger Angriffe in der Corona-Krise gestiegen. Mit Hinweis auf abgesagte Flüge oder verschobene Reisen werden bei Mail-Empfängern verstärkt persönliche Daten abgefragt. Für Kunden der britischen Fluglinie gilt nun besondere Vorsicht bei Mails, die angeblich von EasyJet selbst oder dem Reiseveranstalter EasyJet Holidays stammen.

Praxis-Tipp:

EasyJet hat zugesichert, mit allen Personen Kontakt aufzunehmen, deren Daten bei dem Hack abgeflossen sind. Das gilt für betroffene Kreditkartenbesitzer ebenso wie für Gäste, deren Mail-Adressen und Reiseinformationen die Täter erbeutet haben. Dabei will das Unternehmen schnell und zuverlässig vorgehen. Wer bis zum 26. Mai nicht kontaktiert worden sei, könne davon ausgehen, nicht zu den 9 Millionen Geschädigten zu gehören.

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