Inkognito-Modus: User verklagen Google für Datenerhebung

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Eigentlich soll der Inkognito-Modus User vor fremden Blicken im Netz schützen. Google sammelt bei seinem Browser Chrome jedoch weiter Daten. Hat die Suchmaschine so die Privatsphäre von Millionen Usern verletzt? Davon gehen einige Nutzer in den USA aus. Sie haben Google daher jetzt vor dem US-Bundesbezirksgericht in Kalifornien verklagt. Was genau werfen sie Google vor? Und was sagt Google dazu?

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Wie funktioniert der Inkognito-Modus?

Google führte bei seinem Browser Chrome den Inkognito-Modus 2008 ein. YouTube und Google Maps erhielten diesen im letzten Jahr. Nutzer sollen so privat durch das Netz surfen können. Das heißt: Google speichert Verlauf, Webseitendaten, Cookies und in Formulare eingetragene Daten nicht im Browser ab. Gleichzeitig erklärt Google jedoch, dass die besuchten Webseiten selbst, Internetanbieter, Arbeitgeber und Bildungseinrichtungen trotzdem sehen, was User auf den Seiten vornehmen.

Das werfen die Nutzer Google vor

Die klagenden User werfen Google vor, dass die Suchmaschine Daten zum Verhalten im Inkognito-Modus für sich und andere Unternehmen speichert. Dabei erheben zum Beispiel Google Analytics, der Google Ad Manager sowie verschiedene Webseiten-Plugins und Smartphones Apps Daten zur Aktivität auf den angesteuerten Seiten.

Wie reagierte Google auf die Vorwürfe?

Bewegen sich Nutzer im Inkognito-Modus, sammeln die Webseiten unter Umständen Daten über die Aktivität. Das erklärte Google in einer Stellungnahme. Die Suchmaschine wolle sich daher vehement gegen die Vorwürfe wehren.

Datenschützer vermuten Profilbildung

Datenschützer kritisieren schon länger, dass der Inkognito-Modus nicht die Privatsphäre bietet, die Nutzer annehmen. Sie gehen davon aus, dass Browseranbieter wie Google und Mozilla Daten zum Userverhalten aus dem normalen und dem privaten Surfmodus sammeln. Sie vermuten, dass die Anbieter diese Daten kombinieren und so User-Profile anlegen.

Fazit

Die Kläger gehen davon aus, dass mehrere Millionen Nutzer betroffen sein könnten. Sie fordern einen Schadensersatz von mindestens 5.000 US-Dollar pro Person. Google solle so mindestens 5 Milliarden US-Dollar zahlen.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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