Datenschutz: So oft hören Siri, Alexa und Co. versehentlich zu

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Smart Speaker wie Siri und Alexa stehen immer wieder in der Kritik, aus Versehen mitzuhören und so private Gespräche an Apple und Amazon zu schicken. Eine Studie der Ruhr-Uni Bochum und des Bochumer Max-Planck-Instituts für Cybersicherheit und Schutz der Privatsphäre untersuchte jetzt, wann und wie oft Smart Speaker Verbraucher belauschen, ohne dass sie das mitbekommen. Welcher Smart Speaker sprang besonders oft ungewollt an? Und welche Wörter aktivieren das heimliche Lauschen?

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So haben die Forscher die Smart Speaker untersucht

Die Forscher testeten 11 Sprachassistenten. Darunter waren bekannte Modelle wie von Google, Amazon, Apple und Microsoft, aber auch unbekanntere Produkte wie von der Telekom und den chinesischen Anbietern Xiaomi, Baidu und Tencent. Die Forscher prüften die Smart Speaker auf Deutsch, Englisch und Chinesisch. Dafür verwendeten sie TV-Serien wie „House of Cards“, „Die Simpsons“, „Game of Thrones“ und „Tatort“ sowie spezielle Tondatenbanken, die zum Training von Sprachassistenten verwendet werden.

Welche Wörter aktivieren die Smart Speaker versehentlich?

Siri sprang auf Deutsch durch das Wort „Daiquiri“ an. Alexa ließ sich durch die Ausdrücke „Am Sonntag“, „unacceptable“ und „election“ täuschen. Googles Assistent reagierte statt auf „Google“ auf „OK, cool“. Die Forscher nahmen zwei leicht unterschiedliche Testreihen vor. Insgesamt sprangen die Sprachassistenten 900 Mal versehentlich an. Auf Deutsch aktivierte sich Amazons Alexa am meisten ungewollt.

So bewerten die Forscher das heimliche Lauschen

Die Forscher ließen wissen, dass die Sprachassistenten mit Absicht etwas liberal programmiert seien, um Menschen verstehen zu können. Sie würden daher eher einmal zu viel als zu wenig anspringen. In Bezug auf die Privatsphäre sei das bedenklich. Denn: Auf diese Weise landen private Gespräche bei den Herstellern. Aus „Engineering-Sicht“ sei das jedoch nachvollziehbar. Die Hersteller könnten ihre Sprachassistenten nur verbessern, wenn sie viele Daten erhalten.

Fazit

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar forderte, dass die Hersteller Verbraucher auf das Problem hinweisen. Kunden könnten erwarten, dass die Unternehmen sie datenschutzrechtlich über das Risiko für ihre Privatsphäre aufklären. Apple, Amazon und Co. könnten das über entsprechende Hinweise auf der Verpackung vornehmen.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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