Datenschutz: Frankreich untersucht TikTok

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TikTok steht in den USA kurz vor dem Aus. Die App sei eine Bedrohung für die nationale Sicherheit, so der Vorwurf. Das Unternehmen muss sein US-Geschäft daher bis zum 15. September verkaufen. Microsoft und Twitter haben bereits Interesse bekundet. Kommt es nicht zu einem Verkauf, will die USA die App verbieten. Jetzt gibt es auch in Frankreich Ärger für TikTok. Die französische Datenschutzbehörde CNIL hat eine Untersuchung eingeleitet. Was prüft die Behörde? Und wo steht TikTok noch unter Druck?

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Warum untersucht Frankreich TikTok?

Die französische Datenschutzbehörde hatte Anfang Mai eine Beschwerde über TikTok erhalten. Das berichtet das Nachrichtenportal Bloomberg. Danach leitete die Behörde die Untersuchung ein. Worum genau es dabei gehen soll, wollte sie bisher nicht verraten. Die Behörde gab lediglich an, dass sie in Bezug auf TikTok besonders wachsam sei. Sie erwarte weitere Beschwerden. TikTok hat sich dazu bisher nicht geäußert.

Diese Länder untersuchen TikTok ebenfalls

TikTok steht nicht nur in den USA und Frankreich im Fokus von Datenschützern. Die Datenschutzbehörde der Niederlande kündigte im Mai an, die App untersuchen zu wollen. Großbritannien erwägt derzeit, TikTok unter die Lupe zu nehmen. In beiden Ländern steht der Umgang der Plattform mit sensiblen Daten von Kindern im Mittelpunkt.

Frankreich straft Google und Facebook ab

Frankreichs Datenschutzbehörde zögert nicht, große Tech-Unternehmen mit Strafen zu belegen. So musste beispielsweise Google in 2019 eine Strafe in Höhe von 50 Millionen Euro zahlen. Die Suchmaschine hatte gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verstoßen.

TikTok baut Rechenzentrum in Europa

Um seinen Fokus von den USA nach Europa zu verlagern, plant TikTok eigenen Angaben zufolge, ein Rechenzentrum in Irland zu bauen. Dies soll dabei helfen, den Schutz und die Sicherheit von TikTok-Usern zu stärken. Dabei will das Unternehmen ab 2022 die Daten aller europäischen Nutzer dort speichern. Bisher legt es die Daten aller User noch auf Servern in den USA und in Singapur ab.

Fazit

Bereits in 2019 verhängte die US-Handelsbehörde gegen TikTok eine Strafe in Höhe von 5,7 Millionen Dollar. Die App hatte den Datenschutz, der für User unter 13 Jahren gilt, verletzt. Das Unternehmen kündigte danach an, die Privatsphäre junger Nutzer besser schützen zu wollen.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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