Datenleck: Airbnb-Hosts konnten auf fremde Postfächer zugreifen

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Airbnb musste vor einigen Tagen ein Datenleck stopfen. Gastgeber von Zimmern, Wohnungen und Häusern hatten berichtet, dass sie die Nachrichten anderer Airbnb-Hosts einsehen konnten. Ihr eigenes Postfach wurde ihnen nicht mehr angezeigt. Sie konnten daher nicht mehr mit ihren Gästen kommunizieren. Welche fremden Daten konnten die Hosts einsehen? Und was hat Airbnb gegen das Datenleck unternommen?

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Welche fremden Daten konnten Hosts einsehen?

Gastgeber konnten unter anderem persönliche Daten wie Hostnamen, Profilbilder, Anzahl der Buchungen der letzten 30 Tage und Buchungseinnahmen einsehen. Zudem konnten einige Hosts die Codes auslesen, mit denen Gäste Wohnungen öffnen.

Die Konten von Airbnb-Gästen scheinen von dem Datenleck nicht betroffen gewesen zu sein. Haben Gäste jedoch einem Host Informationen per Nachricht übermittelt, könnten andere Gastgeber diese eingesehen haben.

Das empfahl Airbnb seinen Hosts

User auf Reddit berichten, dass der Airbnb-Support ihnen empfohlen habe, sich neu einzuloggen, die Cookies zu löschen oder den Browser zu wechseln. In einigen Fällen soll das geholfen haben. In den meisten Fällen vergrößerte diese Maßnahme das Datenleck jedoch. Denn: Die Gastgeber konnten dann Nachrichten von einem anderen Airbnb-Host einsehen.

Was sagt Airbnb zu dem Datenleck?

Airbnb ließ wissen, dass eine kleine Gruppe von Gastgebern versehentlich einige Informationen aus den Konten anderer User einsehen konnten. Es habe sich um ein technisches Problem gehandelt. Airbnb habe dies schnell behoben. Und: Es implementiere zusätzliche Kontrollen, um sicherzustellen, dass das nicht noch einmal passiert. Das Unternehmen geht davon aus, dass keine persönlichen Informationen missbraucht wurden. Es sollen zu keinem Zeitpunkt Zahlungsinformationen einsehbar gewesen sein.

Fazit

Der Europäische Gerichtshof kam kürzlich zu einem Urteil, das weitreichende Folgen für Airbnb-Gastgeber haben könnte. Die Richter entschieden, dass EU-Staaten kurzzeitige Vermietungen über Plattformen wie Airbnb einschränken dürfen, um den Wohnungsmangel zu bekämpfen (Urteil vom 22.09.2020, Az. C-724/18 und C-727/18). Damit bestätigte der EuGH eine Regelung in Frankreich. Diese verpflichtet bestimmte Wohnungseigentümer dazu, eine Genehmigung für die Vermietung einzuholen.

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