Apples Privatsphäre-Offensive: EU-Kommissarin warnt vor Sonderrechten

(2 Bewertungen, 5.00 von 5)

Geht es um Datenschutz oder doch eher um Wettbewerbsvorteile auf dem Anzeigenmarkt? Dass App-Betreiber bald nur noch mit ausdrücklicher Genehmigung Daten von iPhone-Besitzern sammeln dürfen, ruft vor allem beim Facebook-Konzern Protest hervor. Doch auch in Brüssel beobachtet man den Vorstoß genau. Eine Verzerrung des Wettbewerbs soll verhindert werden.

Anzeige

Streit um Geld und Daten

Natürlich ist nicht nur Facebook betroffen. Mit dem Update auf iOS 14 werden Nutzer beim Herunterladen jeder App gefragt, ob sie der Datenverarbeitung zustimmen. Zum jetzigen Zeitpunkt geht man in den Marketing-Abteilungen davon aus, dass die Frage mehrheitlich mit „Nein“ beantwortet werden wird. Wegen seines Geschäftsmodells befürchtet unter anderem Facebook nun massive Einbußen. Denn ohne Nutzerdaten kann man Werbetreibenden keine exakt zugeschnittenen Zielgruppen für Anzeigen mehr zur Verfügung stellen. Kein Wunder also, dass der Konzern seit Monaten gegen die Initiative Sturm läuft. Argumentiert wird dabei unter anderem, dass die neuen Privatsphäre-Regeln auf Apple-eigene Apps nicht angewendet würden.

Wettbewerb nicht behindern

Zu diesem Vorwurf hat sich nun auch die Wettbewerbs-Kommissarin der Europäischen Union, Margarethe Vestager, geäußert. Neben dem Thema Datenschutz könne es für Apple bald auch um kartellrechtliche Fragen gehen. Dann nämlich, wenn das Unternehmen den Wettbewerb behindere, indem es eigene Apps anders behandele. Allerdings: Eine konkrete Beschwerde liege der EU derzeit nicht vor. Apple selbst hatte bisher erklärt, es gebe keine Unterschiede: Bei allen Anwendungen müssten Nutzer in eventuelle Tracking-Maßnahmen einwilligen.

Fazit

Grundsätzlich begrüßt Vestager Apples Engagement für mehr Datenschutz. Eine Opt-Out-Möglichkeit gebe Nutzern mehr Kontrolle über ihre persönlichen Daten. Mit ihrer Äußerung stellt sie allerdings auch klar, dass dieses Argument nicht zu einer Bevorzugung von Apple-Anwendungen führen darf.

10000 Buchstaben übrig


Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren:
Weiterlesen...
Datenleck bei Mixcloud: 20 Millionen User betroffen Derzeit vergeht kaum eine Woche, ohne dass ein Online-Portal ein Datenleck eingestehen muss. Jetzt war der britische Musikstreaming-Dienst Mixcloud an der Reihe...
Weiterlesen...
EuGH: Ist die Fluggastdatenspeicherung rechtmäßig? Die Fluggastdatenspeicherung, die das Protokollieren und Auswerten von Fluggastdaten durch das Bundeskriminalamt (kurz: BKA) beinhaltet, steht auf dem Prüfstand...
Weiterlesen...
Globaler Ransomware-Angriff: Erpresser fordern Millionen-Lösegeld In Deutschland sind mehrere Kunden eines IT-Dienstleisters betroffen. Die schwedischen Coop-Geschäfte haben großenteils geschlossen, weil ihre Kassensysteme nic...
Weiterlesen...
Urteil: DSGVO-Verstoß ist wettbewerbswidrig Bisher ist nicht abschließend geklärt, ob Verstöße gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wettbewerbswidrig sind. Die Rechtsprechung hierzu ist nicht ein...
Weiterlesen...
Datenleck: Zehntausende Patientenakten online Circa 30.000 Datensätze von Patienten standen in einer Arztpraxis im norddeutschen Celle frei abrufbar im Internet. Das Datenleck, das nun bekannt wurde, betraf...
Anzeige DSGVO

Der eRecht24 Newsletter

Immer bestens informiert

Bleiben Sie mit unseren regelmäßigen und kostenlosen Updates zum Internetrecht auf dem neuesten Stand. Infos, Urteile, Checklisten, Sonderangebote.

Hinweis: Sie können den Newsletter von eRecht24  jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.

loading...
Jetzt Premium-Mitglied werden

Ab Heute gestalten Sie Ihre Website ohne Angst vor Abmahnwellen und ohne teuren Anwalt abmahnsicher.

Alle Videos, Live-Webinare, E-Books, Tools und zahlreiche Rabatte.

Jetzt Mitglied werden

Mehr Informationen zu eRecht24 Premium

Impressum-Generator

Keine Chance für Abmahner

Erstellen Sie kostenlos ein rechtssicheres Impressum für Ihre Website.

Jetzt Kostenlos Impressum generieren

Rechtsberatung vom Anwalt

Haben Sie ein konkretes rechtliches Problem? Dann wenden Sie sich bitte einen Anwalt. Auf unseren Seiten finden Sie zahlreiche allgemeine Informationen zum Internetrecht. Fundierte Rechtsberatung im Einzelfall kann allerdings nur ein spezialisierter Rechtsanwalt leisten.

SSL-Zertifikate

Steigern Sie das Vertrauen Ihrer Kunden. Für Betreiber von Onlineshops und kommerziellen Webseiten unabdingbar:

SSL-Verschlüsselung, SSL-Zertifikate und Trust-Logos

IT-Recht endlich verständlich

Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

Er berät Unternehmer, Shops und Seitenbetreiber in allen Fragen des Rechts der neuen Medien.
www.kanzlei-siebert.de

Als Betreiber von eRecht24 ist er seit mehr als 15 Jahren auch als Internet-Unternehmer tätig. Deshalb finden Sie auf eRecht24 Tipps und Tricks eines spezialisierten Rechtsanwalts, aber verständlich und praxisnah erklärt.

SSL-Zertifikate, Code-Signing, S/MIMESuchmaschienoptimierung & OnlinemarketingRechtliche OnlineShop-Prüfung
Anzeige
eRecht24 - Unsere praktischen Tools und hilfreichen Tutorials

mitgliederbereich teaser

Exklusiv für unsere Mitglieder

Alles was Webseitenbetreiber, Agenturen und Selbständige wirklich brauchen: Videos und E-Books, Musterverträge und Erstberatung, Tools und Live-Webinare.

Mehr Informationen

dsgvo teaser

DSGVO Schnellstarter-Paket

Das Datenschutzrecht ändert sich ab Mai 2018 vollständig. Sind Sie bereit für die DSGVO? Mit unserem Schnellstarter-Paket sichern Sie Ihre Webseite ab.

Jetzt absichern

webinar teaser

Online Schulung mit Rechtsanwalt Siebert

Die 7 häufigsten Abmahnfallen auf Webseiten und wie Sie diese schnell, einfach und ohne teuren Anwalt vermeiden. So haben Abmahner bei Ihnen keine Chance!

Mehr Details
Support