Cookie-Banner: Datenschützer stellen nutzerfreundliche Browser-Lösung vor  

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Ein einfaches Add-on im Browser könnte nervtötende Cookie-Abfragen ein für alle Mal überflüssig machen. Nutzer müssten lediglich ihre Präferenzen eingeben und die weitere Kommunikation mit den Webseiten der Technik überlassen. Einen funktionierenden Prototyp hat nun österreichische Datenschützer Max Schrems präsentiert.

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Abfrage-Design verleitet zur Zustimmung

Wer es eilig hat, entscheidet sich für den einfachsten Weg: Poppt ein Cookie-Banner auf, klickt man auf den auffällig gestalteten „Alles akzeptieren“-Button und hat seine Ruhe. Denn die Alternative bedeutet oft, sich durch mehrere unübersichtliche Seiten zu klicken und dabei zig einzelne Häkchen zu entfernen. Dabei soll die Datenschutz-Grundverordnung eigentlich das Gegenteil erreichen: dass Verbraucher sich bewusst für oder gegen die Verarbeitung ihrer Daten zu Werbezwecken entscheiden können. Sie sieht dafür auch eine einfache Lösung vor. In Artikel 21 (5) heißt es, das Widerspruchsrecht könne „mittels automatisierter Verfahren“ ausgeübt werden, bei denen „technische Spezifikationen verwendet“ werden. Bisher allerdings existierten solche Lösungen nicht. Wohl auch deswegen, weil Unternehmen und Tracking-Dienste sich von den teils rechtswidrigen Cookie-Bannern mehr Nutzerdaten versprechen.

 

Intelligentes Cookie-Management

Grund genug für den Juristen Max Schrems und seine Datenschutz-Organisation noyb (kurz für: none of your business) selbst aktiv zu werden. Zusammen mit dem Sustainable Computing Lab der Wirtschaftsuniversität Wien entwickelte man ein automatisches Browser-Signal namens Advanced Data Protection Control (kurz: ADPC). Es beantwortet im Hintergrund die Cookie-Anfragen von Webseiten nach den Vorgaben des Nutzers. Anders als bei bereits existierenden Funktionen wie „Do Not Track“ lässt sich das neue Tool ganz differenziert einstellen. So kann beispielsweise eine Whitelist mit Webseiten angelegt werden, für die das Tracking zugelassen sein soll. Möglich wäre es auch, sich nach drei Monaten an eine Überprüfung der einzelnen Optionen erinnern zu lassen. Mit zahlreichen weiteren Möglichkeiten könnte laut Schrems ein „intelligentes Management“ von Cookie-Abfragen programmiert werden. Auf der englischsprachigen Webseite https://www.dataprotectioncontrol.org/prototype/ können Interessenten die Funktionsweise schon einmal mit einer Demo-Version testen.

 

Fazit

Mit ADPC wollen die Datenschützer von noyb und Wirtschaftsuni Wien zeigen: Eine automatisierte Verarbeitung von Cookie-Abfragen ist technisch möglich. Sie erspart Verbrauchern den zeitraubenden Umgang mit Cookie-Bannern und sichert gleichzeitig die Einhaltung der DSGVO. Ob der Einsatz eines entsprechenden Tools für Webseitenbetreiber verpflichtend wird, muss allerdings der Gesetzgeber entscheiden.

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Chuck
Tja, funktionierte leider nicht :-( Nicht einmal bei Google oder youtube oder anderen sehr bekannten Seiten
0
Chuck
Wenn die Umsetzung so gelingt, wie angekündigt, wäre es eine komfortablere Version von dem bereits existierenden AddOn: "I don't care about cookies"Mal sehen, wie es im Vergleich funktioniert.
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