Globaler Ransomware-Angriff: Erpresser fordern Millionen-Lösegeld

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In Deutschland sind mehrere Kunden eines IT-Dienstleisters betroffen. Die schwedischen Coop-Geschäfte haben großenteils geschlossen, weil ihre Kassensysteme nicht funktionieren. Und in den USA kommen Hunderte oder sogar Tausende Unternehmen nicht in ihre Systeme. Ein raffinierter Angriff auf eine weltweit genutzte Software ruft nun auch noch die Geheimdienste auf den Plan.

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70 Millionen US-Dollar gefordert

Die US-Regierung geht derzeit davon aus, dass russische Drahtzieher hinter dem Ransomware-Angriff stecken, möglicherweise sogar im Auftrag der Regierung Putin. Die Täter wählten ausgerechnet das Wochenende des amerikanischen Nationalfeiertags für ihre Attacke. Dabei war klar, dass rund um den 4. Juli auch IT- und Cybersecurity-Abteilungen nur schwach besetzt sein würden. Benutzt wurde eine Software der Hackergruppe REvil, ebenfalls bekannt unter dem Namen Sodinokibi. Sie entwickelt Verschlüsselungssoftware und stellt sie kriminellen Banden zur Verfügung, die damit Unternehmen erpressen. Als Gewinn erhält REvil einen Teil des Lösegelds.

 

Eine Software – Tausende Nutzer

Diesmal drangen die Täter in die Systeme des US-Anbieters Kaseya, der Unternehmen rund um den Globus mit IT-Dienstleistungen versorgt. Indem sie dort ein bestimmtes Programm verschlüsselten, legten sie gleichzeitig dessen Nutzer in aller Welt lahm. Nach Angaben eines Kaseya-Vertreters wird das Angebot vor allem von IT-Betreuern genutzt, um Server, Netzwerke, Computer und Drucker zu verwalten. Im Vergleich zu dem angerichteten Schaden fällt die Lösegeldforderung eher gering aus: Umgerechnet knapp 60 Millionen Euro verlangen die Täter für die Entschlüsselung sämtlicher betroffenen Rechner und Systeme.

 

Tausende Computer in Deutschland

Beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (kurz: BSI) haben sich auch deutsche Unternehmen gemeldet, die von dem Angriff betroffen sind. Bisher wisse man von einigen Tausend Rechnern bei mehreren Firmen, hieß es. Die Zahl könne aber noch steigen. Das BSI weist darauf hin, dass man nicht selbst Kunde von Kaseya sein muss, um von den Folgen des Hacks betroffen zu sein.

 

Fazit

Das Unternehmen Kaseya bemüht sich um Schadensbegrenzung. Möglicherweise betroffene Kunden wurden bereits angesprochen und aufgefordert, keinesfalls auf Nachrichten von angeblichen Erpressern zu antworten. Schon das Anklicken eines Links in solchen Mails könne weitere Malware auf die Rechner laden. Man arbeite daran, den Ursprung der Probleme zu finden und werde so bald wie möglich einen Sicherheitspatch zur Verfügung stellen.

 

 

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