Browser opt-out: Google veröffentlicht Datenschutz-Erweiterung

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Häufig fragt man sich, warum beim Surfen die eingeblendete Werbung dem eigenen Surfverhalten ähnelt. Der Grund dafür sind Cookies! Cookies sind kleine Textdateien, die von besuchten Webseiten an der Browser gesendet werden, um ihn wiederzuerkennen. Online-Werbenetzwerken nutzen die kleinen Textdateien, um Informationen zum Surfverhalten zu sammeln und zum Benutzer passende Werbung einzublenden.

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Protokolliertes Surfverhalten

Weil das im Hintergrund passiert und der Benutzer keine wirkliche Kontrolle darüber hat, ist ein solches Vorgehen, Behavioral Targeting genannt, umstritten. Um datenschutzkonform zu bleiben, bieten viele Werbenetzwerke an, diesem Tracking zu widersprechen. Gesammelten Widerspruch kann der Benutzer auf der Webseite der Network Advertising Initiative einlegen. Dieser Widerspruch, ein sogenannter Opt-Out, wird technisch wieder durch ein Cookie realisiert. Dieses Cookie ist anonym und beinhaltet die Information für das Werbenetzwerk, dass der Surfer nicht verfolgt werden will.

Nachteilig ist, wenn nun der Benutzer alle Cookies löscht sind auch die Opt-Out-Cookies nicht mehr verfügbar und die Verfolgung des Surfverhaltens beginnt von vorn.

Chrome-Erweiterung

Jetzt bietet Google für seinen Chrome-Browser eine permanente Lösung an. Unter dem Namen Keep my Opt-Outs ist eine Erweiterung verfügbar, die personalisierte Werbung aller Online-Werbenetze im Selbstregulierungsprogramm der Werbeindustrie abstellt. Dazu gehört auch Google selbst.

Weiterhin will Google den Quellcode der Erweiterung als Open Source freigeben und auch für andere Browser diese Erweiterung anbieten.

Goolge ist nicht der Einzige, der sich mit diesem Problem befasst. Auch Mozilla hat einen Ansatz zur Regulierung des Trackings. Mozilla und die amerikanische Wirtschaftsaufsicht FTC favorisieren Do NOT Track. Die Lösung basiert auf einem speziellen http-Header über den der Browser die Anfrage zu einem Tracking erhält. Das umzusetzen, würde aber für die Werbewirtschaft einen großen Aufwand bedeuten.

Fazit

Somit ist die browserseitige Lösung bedeutend einfacher, effektiver und sicherer für den Benutzer. Er kann in seinem Browser festleben, ob es zu einem Behavioral Targeting kommen soll oder nicht. Wieder ein guter Schritt in Richtung Datenschutz und IT-Sicherheit.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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