Datenschutz: Verfahren wegen Datenmissbrauch gegen Easycash ist abgeschlossen

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Das Verfahren wegen Datenmissbrauchs, das bereits vor über einem Jahr gegen die Easycash GmbH eingeleitet wurde, ist nun abgeschlossen. Die Datenschutzbehörde in Nordrhein-Westfalen stellt fest, dass das Unternehmen durch die Weitergabe von Nutzerdaten gegen geltendes Datenschutzrecht verstoßen hatte.

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 Was war geschehen?

Über die Easycash GmbH werden im Auftrag von einer Vielzahl von Einzelhändlern EC-Kartenzahlungen abgewickelt. So erhielt das Unternehmen sensible Kundendaten. Diese Daten hat die Easycash GmbH an ein Schwesternunternehmen weitergegeben. Dieses Schwesterunternehmen, das unter anderem Bonusprogramme anbietet, hat diese Daten statistisch ausgewertet und für eigene Zwecke verwendet. Damit gelangten insgesamt fast 400.000 sensible Daten von Zahlungsvorgängen in die Hände des Schwesterunternehmens.

Durch den Datenschutzbeauftragen von Nordrhein-Westfalen, Ulrich Lepper, wurde nun gegen die Easycash GmbH ein Bußgeld über 60.000,00 € verhängt.

Verstoß gegen Datenschutzrecht festgestellt

Nach Ansicht der Datenschützer hat die Easycash GmbH mit ihrer Vorgehensweise gegen geltendes Datenschutzrecht verstoßen. Wer eine solche Vielzahl von äußerst sensiblen Kundendaten speichert, muss sich auch der damit verbundenen Verantwortung bewusst sein und dieser auch gerecht werden. Diese Daten dürfen keinesfalls an unbeteiligte Dritte(auch innerhalb des gleichen Konzerns) weitergegeben werden. Sie müssen vielmehr im Unternehmen verbleiben, bzw. nach Ablauf einer bestimmten Zeit gelöscht werden. Diese Frist soll statt einem Jahr (wie bisher) nur noch "wenige Tage" betragen. Unklar ist allerdings, wie viele Tage genau die Daten gespeichert sein dürfen.

Laut Aussage der Datenschützer zeigte sich das Unternehmen jedoch äußerst kooperativ und einsichtig. Das Bußgeld wurde umgehend bezahlt. Außerdem wird es innerhalb des Unternehmens organisatorische und technische Umstellungen geben, damit derartige Vorkommnisse zukünftig möglichst ausgeschlossen sind.

Fazit:

Im Umgang mit sensiblen Daten ist höchste Vorsicht geboten. Nicht nur Unternehmer, sondern auch Privatpersonen sollten bemüht sein, diese Daten bestmöglich zu schützen.

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