Vorsicht Amazon-Verkäufer: Abmahngefahr wegen unterschiedlicher Widerrufsbelehrungen

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Verkäufer, die neben dem Eigenversand auch die Abwicklung durch Amazon nutzen, müssen jetzt handeln. Ihre Kunden werden nämlich im Moment mit zwei unterschiedlichen Widerrufsbelehrungen konfrontiert: einer Belehrung des Verkäufers und einer Belehrung von Amazon. Dadurch werden die Kunden verwirrt und die Abmahn-Anwälte auf den Plan gerufen.

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„Versand durch Amazon“: ein gutes Verkaufsargument

Es bietet Shop-Besitzern viele Vorteile und wird auch von Kunden geschätzt: Das Fulfillment by Amazon, kurz: FBA, erlaubt es Händlern, die komplette Logistik des Online-Riesen zu nutzen. Die Produkte werden in den Amazon-Lagern aufbewahrt und zeitnah versendet, und auch das Retouren-Management übernimmt der Konzern. Der Kunde ist mit den Abläufen vertraut und fühlt sich sicher.

Anders liegt der Fall, wenn der Marketplace-Shop einen Teil seiner Produkte auch noch selbst verschicken möchte. Zwar wird dem potentiellen Käufer automatisch angezeigt, welches Produkt er auf welchem Weg bekommt. Will er sich aber über eventuelle Rücknahmemöglichkeiten informieren, kann es zu Verwirrung kommen.

Ein Amazon  Shop – zwei unterschiedliche Widerrufsbelehrungen?

Da wäre zunächst mal die Widerrufsbelehrung des Marketplace-Verkäufers. Sie gilt für alle selbst versendeten Waren und muss unter „Rücknahme- und Erstattungsrichtlinien“ im Online-Shop zu finden sein. Wird ein Artikel allerdings im Rahmen des FBA verschickt, blendet Amazon automatisch seine eigene Widerrufsbelehrung ein. Diese enthält nicht nur eine andere Rücksendeadresse, sondern unter Umständen auch eigene Fristen und Grundsätze.

Dem Kunden werden also beim Einkauf in einem Shop je nach Produkt unterschiedliche Rechte und Pflichten präsentiert. Das kann teuer werden - nicht nur, weil der eine oder anderen Online-Shopper wegen der Verwirrung auf den Kauf verzichtet. Sondern auch, weil die widersprüchliche Information des Verbrauchers in Deutschland abgemahnt werden kann.

Da eine technische Lösung durch Amazon momentan nicht in Sicht ist, müssen die AGBs und die Widerrufsbelehrung in diesem Fall so umformuliert werden, dass sie mit den Amazon-Richtlinien kompatibel sind.

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Fazit:

Allen Amazon-Händlern, die selbst versenden und/ oder das FBA-Angebot nutzen, drohen Abmahnungen. Den Kunden werden, je nach Produkt, unterschiedliche Rückgaberichtlinien angezeigt. Eine widersprüchliche Information des Verbrauchers kann aber teuer werden. Schon jetzt sind entsprechende Abmahnungen im Umlauf.

Wer sich schützen will, muss AGBs und Widerrufsbelehrung entsprechend überarbeiten. Aktuelle AGB und Rechtstexte für Amazon finden Sie hier.

 

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