Betrug im Netz: Vorwerk warnt Kunden vor echt wirkenden Fake-Shops

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Das Logo ist kopiert, Fotos und Artikelbeschreibungen geklaut, und die Internet-Adresse setzt sich aus dem Firmennamen, dem Produkttyp und Zusätzen wie „GmbH“, „AG“, „Deutschland“ oder ähnlichem zusammen. Mit dem bekannten Image der Markenhersteller gelingt es Internetpiraten immer häufiger, Online-Shopper auszutricksen. Der Haus- und Küchengerätehersteller Vorwerk geht nun in die Offensive und warnt seine Kunden ausdrücklich vor gleich elf betrügerischen Anbietern.

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Echte Logos und Kopien der originalen Shopseiten

Wer ein hochpreisiges Produkt erstehen will, googelt häufig zunächst nach einem günstigen Angebot im Internet. Das aktuelle Modell der Küchenmaschine Thermomix, der TM5, ist so ein Fall. 1.200,- Euro beträgt der Hersteller-Preis für das Allround-Gerät, das dafür immerhin mit zwölf verschiedenen Funktionen wie Mixen, Zerkleinern und Dampfgaren aufwartet. Die Nachfrage ist so groß, dass immer mehr Online-Betrüger daran mitverdienen wollen.

Um als offizieller Shop wahrgenommen zu werden, eröffnen sie Plattformen wie „thermomix- vorwerk.com“ oder „deutschland-thermomix.com“. Mit offiziellen Logos, teilweise sogar Kopien der Original-Shopseiten wirken diese Plattformen täuschend echt. Die Produkte findet man hier günstiger als beim Hersteller, allerdings – und hier liegt das Problem – nur gegen Vorkasse.

Vorwerk schriebt auf der offiziellen Seite dazu:

Hinweis / Gewarnt wird vor Geschäftsabschlüssen, insbesondere gegen Vorkasse, auf den Internet-Shops vorwerk-thermomix-gmbh.com, thermomix-vorwerk.com, thermomix-berlin.com, deutschland-thermomix.com, tm5-ag.com, thermo-vwerk.com, tm5-vorwerk.com, thermomix-vorwerk5.com, vorwerk-deutschland.com, thermomix-vorwerk.org oder thermo-gmhb.com. Diese Seiten werden nicht von der Vorwerk Deutschland Stiftung & Co. KG betrieben und sind Gegenstand strafrechtlicher Ermittlungen.

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Polizeiliche Ermittlungen erfolglos

Hat der Kunde gezahlt, wartet er auf die Ware vergebens. Nachforschungen und Anzeigen führen in der Regel nicht weit. Oft agieren die Produkt-Piraten aus dem Ausland. Schon nach kurzer Zeit nehmen sie die gefälschten Seiten aus dem Netz und stellen sie unter einer anderen Adresse wieder ein. Die Polizei kann solche Täter nur in den seltensten Fällen ermitteln.

Die von Vorwerk veröffentlichte Warnung zeigt also nur die Spitze des Eisbergs. Auch Elektronikgeräte, Designerkleidung und Sportschuhe eignen sich für die betrügerische Verkaufsmasche. Der getäuschte Kunde bleibt auf dem finanziellen Schaden in den allermeisten Fällen sitzen. Doch auch der Ruf der Markenhersteller leidet unter den kriminellen Online-Geschäften mit ihren Produkten.

Fazit:

Der Hausgeräte-Hersteller Vorwerk hat mit einer Warnung vor elf verschiedenen Fake-Shops das Thema gefälschter Internet-Verkaufsplattformen wieder ins Bewusstsein gerufen. Die meisten der genannten Adressen sind inzwischen nicht mehr online; die Betreiber haben ihre betrügerischen Angebote aber wahrscheinlich schon unter neuen Adressen veröffentlicht. Umso wichtiger ist es, dass Verbraucher im Internet Vorsicht walten lassen: Wer zum ersten Mal in einem neuen Shop einkauft, sollte zumindest stutzig werden, wenn „Vorkasse“ als einzige Zahlungsmöglichkeit angezeigt wird.

 

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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