„Kaufmann im E-Commerce“: Online-Handel schafft Berufsbild

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Bisher hat der deutsche Bildungsapparat keine Nachwuchskräfte für den E-Commerce ausgebildet. Das hat dieses Jahr ein Ende. Voraussichtlich ab Herbst können neue Talente offiziell die Ausbildung zum „Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce“ wählen. Was kommt auf den Handel zu?

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Diese Parteien haben das neue Berufsbild entwickelt

Der Arbeitgeberverband Handelsverband Deutschland (HDE) hat zusammen mit dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH) sowie mit dem Bundesverband Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen (BGA), Gewerkschaften und Unternehmen das Konzept für das neue Berufsbild entwickelt.

So soll die Ausbildung aussehen

Die Ausbildung ist bei der IHK angesiedelt und dauert voraussichtlich drei Jahre. Sie ist für Absolventen aller Schulformen geeignet, primär sollen diese jedoch Gymnasiasten und Realschüler beginnen.

Die Inhalte der Ausbildung orientieren sich stark an anderen kaufmännischen Berufen wie dem Groß- und Außenhandelskaufmann. Digitale Elemente ergänzen diese dann. So sollen Vertriebskanäle, Sortimentsgestaltung, Produktdarstellungen, Markenschutz, Social Media und Online-Marketing Teil der Ausbildung sein. Grundlegende rechtliche Komponenten wie Online-Recht, Datenschutz und Datensicherheit sollen ebenfalls auf dem Curriculum stehen. Die Lehrpläne dafür sind bereits ausgearbeitet und warten auf ihre Genehmigung.

Diese Jobs können Absolventen machen

E-Commerce-Kaufmänner und -frauen können überall dort arbeiten, wo der Online-Handel bedient wird. Das kann beispielsweise bei Einzelhändlern, Großhandelsfirmen, Tourismusunternehmen, Hotels, Banken, Versicherungen oder Zeitungen sein. Sowohl im Bereich B2B als auch im B2C.

Diese Lücken soll das neue Berufsbild schließen

Das neue Berufsbild soll vor allem die Schnittstellen zwischen Online und Offline schließen. Der BEVH nennt als Beispiel einen „Product-Owner“ für den Click-and-Collect-Prozess eines Händlers. Berufe, die bereits durch eine Ausbildung abgedeckt sind, sollen nicht bedient werden. Einkauf, Fotografie, Printwerbung und Lagerorganisation fallen somit nicht schwerpunktmäßig in den Aufgabenbereich des E-Commerce-Kaufmanns.

Praxis-Tipp:

Das erste Mal seit 10 Jahren führt Deutschland eine neue kaufmännische Ausbildung ein. Online-Händler sollten die Chance nutzen, um ihr eigenes Fachpersonal auszubilden. Sie dürfen die Ausbildungsplätze bereits jetzt ausschreiben. Den Ausbildungsvertrag dürfen Händler mit den Azubis dann Ende des Jahres schließen, wenn das neue Berufsbild offiziell im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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