Produktpiraterie bei Amazon: Diese Waren beobachten Verbraucherschützer

(2 Bewertungen, 5.00 von 5)

Millionen Artikel von unterschiedlichen Anbietern aus der ganzen Welt: Auf dem Amazon Marketplace können Verbraucher schnell und einfach ihr Lieblingsprodukt günstig kaufen. Das Problem: Mittlerweile tummeln sich viele Fälschungen auf der Plattform. Verbraucherschützer in Deutschland haben jetzt vor allem das Parfum-Segment genauer unter die Lupe genommen. Worauf sollten Kunden achten?

Anzeige

Diese Produkte sind besonders oft gefälscht

Auf Amazon finden sich in nahezu jeder Produktkategorie Fälschungen. Dabei muss es sich nicht um besonders teure Artikel handeln. Selbst von „kleinen“ Produkten wie Ladekabel, Kopfhörer und USB-Sticks sind Fakes erhältlich. Neben Kleidung und Elektroartikeln stoßen Verbraucher auf dem Marktplatz vor allem immer mehr auf Kopien von renommierten Parfummarken.

Vermehrt Beschwerden über Fake-Parfums

Verbraucherschützer haben in letzter Zeit daher eine Vielzahl von Beschwerden über Fake-Parfums erhalten. Die Verbraucherschutzorganisation „Marktwächter“ berichtet davon, dass in zahlreichen Bewertungen die Rede von Fälschungen ist. Kein Wunder: Die Herstellungskosten dieser Produkte sind gering, so dass auf die Betrüger hier eine hohe Marge wartet. Und: Kunden können nur schwer überprüfen, ob es sich zweifelsfrei um ein Original oder eine Fälschung handelt.

Smellalikes als Fake-Variante

Zu den offensichtlichen Fälschungen kommen Smellalikes hinzu, die zwar einen anderen Namen tragen als das Original, in Bezug auf Flaschendesign und Duft jedoch kaum Unterschiede ausmachen lassen. Die Kosten für derartige Artikel liegen in der Regel deutlich unter denen der Markenprodukte.

Amazons Reaktion auf Fakes

Amazon ist als Betreiber des Marketplaces juristisch nicht haftbar. Dennoch bemüht sich der Konzern, die Zahl der Fakes einzudämmen. Nicht ohne Grund: Erst kürzlich verabschiedete sich der Birkenstock-Hersteller von der Plattform, da dort zu viele günstige Nachahmungen der Schuhe angeboten werden.

Stuft Amazon einen Händler als Fake-Anbieter ein, schließt dieser das Konto oftmals. Das ist für viele ehrliche Verkäufer jedoch ein Problem: Nicht immer, wenn Verbraucher ein Produkt als Fake bezeichnen, handelt es sich auch tatsächlich um eine Nachahmung. So schloss Amazon in der Vergangenheit häufig die Konten unschuldiger Anbieter.

Was können Verbraucher tun?

Verbraucher sollten insbesondere bei Kleidung, Elektroartikeln und Parfums genau hingucken. Kommt ihnen ein Preis ausgefallen günstig vor, sollten sie den offiziellen Onlineshop der Marke aufsuchen und dort den Preis vergleichen. Gerade im Parfum-Segment ist das jedoch wenig aussagekräftig, da die Preise stark variieren. Darüber hinaus kann es helfen, einen Blick in die Bewertungen des Marketplace-Händlers zu werfen. Finden sich hier zu viele negative oder gar keine Bewertungen, sollten Verbraucher den Kauf überdenken. Ebenfalls aussagekräftig: die Geschäftsadresse des Anbieters. Liegt diese im Ausland oder ist diese nicht geführt, sollten Konsumenten lieber bei einem anderen Händler schauen.

Praxis-Tipp

Glauben Verbraucher, ein Fake-Produkt gekauft zu haben, sollten sie den Amazon-Kundendienst informieren. Ist der Kauf über das Amazon-Portal erfolgt, dürfte eine Rückabwicklung über den Käuferschutz möglich sein. Da auch die Parfumhersteller ein Interesse an der Bekämpfung von Fakes haben, können Verbraucher diese auch direkt anfragen. In der Regel bitten diese dann, das Produkt mit Hinweis auf die Herkunft einzusenden. Stuft der Anbieter das Produkt als Fake ein, erhalten Verbraucher in der Regel ein Original zurück.

Anzeige
Sagen Sie uns Ihre Meinung zum Thema.
Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren:
Weiterlesen...
Online Shops & Händler: Wie darf mit Preisrabatten geworben werden? Händler dürfen nicht durch missverständliche oder undeutliche Rabattangebote ihre Kunden locken. Deswegen müssen Rabattbedingungen immer deutlich und leicht zu ...
Weiterlesen...
Onlinehandel: EU will stärker gegen Betrug im Digital Commerce vorgehen Der grenzüberschreitende Onlinehandel in Europa wächst, und mit ihm der Betrug am Käufer. Im Jahr 2014 verstießen ganze 37 Prozent der Shoppingseiten im Netz ge...
Weiterlesen...
Verstoß gegen Button-Lösung: Einstweilige Verfügung gegen Amazon Die sogenannte „Button-Lösung“ verpflichtet Händler dazu den Button, der den Bestellvorgang abschließt, so zu gestalten, dass für den Kunden deutlich wird, da...
Weiterlesen...
Preisangaben: Müssen Händler bei Kaffeepads die Grundpreise angeben? Händler müssen bei der Angabe der Preise für ihre Produkte Vorsicht walten lassen. Dies zeigt wieder einmal ein neues Urteil. Das Landgericht Düsseldorf hat sic...
Weiterlesen...
Widerrufsrecht: Ein Wasserbett darf ohne Wertersatz zurückgesendet werden Der BGH musste einen Fall entscheiden, in dem ein Kunden ein online gekauftes Wasserbett mehrere Tage lang benutzte und es dann an den Händler zurücksendete. De...
Anzeige Datenschutz-Kit
Anzeige
Anzeige

Der eRecht24 Newsletter

Immer bestens informiert

Bleiben Sie mit unseren kostenlosen Updates zum Internetrecht auf dem neuesten Stand. Infos, Urteile, Checklisten, Sonderangebote.

Prüfen Sie, ob Ihre Widerrufsbelehrung aktuell ist.

Geben Sie die URL Ihrer Widerrufsbelehrung ein.
Beispiel Shop: http://www.shopxyz.de/widerruf.html
Beispiel eBay: http://www.ebay.de/usr/EBAYUSER

loading...
Jetzt Premium-Mitglied werden

Ab Heute gestalten Sie Ihre Website ohne Angst vor Abmahnwellen und ohne teuren Anwalt abmahnsicher.

Alle Videos, Live-Webinare, E-Books, Tools und zahlreiche Rabatte.

Jetzt Mitglied werden

Mehr Informationen zu eRecht24 Premium

Impressum-Generator

Keine Chance für Abmahner

Erstellen Sie kostenlos ein rechtssicheres Impressum für Ihre Website.

Jetzt Kostenlos Impressum generieren

Rechtsberatung vom Anwalt

Haben Sie ein konkretes rechtliches Problem? Dann wenden Sie sich bitte einen Anwalt. Auf unseren Seiten finden Sie zahlreiche allgemeine Informationen zum Internetrecht. Fundierte Rechtsberatung im Einzelfall kann allerdings nur ein spezialisierter Rechtsanwalt leisten.

Inhalte kostenlos übernehmen

Der eRecht24 Newsticker

kostenfreie aktuelle Inhalte zum Internetrecht

Individuell für Ihre Website angepasst!

 

SSL-Zertifikate

Steigern Sie das Vertrauen Ihrer Kunden. Für Betreiber von Onlineshops und kommerziellen Webseiten unabdingbar:

SSL-Verschlüsselung, SSL-Zertifikate und Trust-Logos

Rechnungen online erstellen

Erstellen Sie Ihre Rechnungen gemäß den Anforderungen des Finanzamts doch einfach online!

Mit easybill bequem ordnungsgemäße Rechnungen schreiben inkl. digitaler Signatur und Datenexport zum Steuerberater. Anforderungen an korrekte Rechnungen mit Mustern und Beispielen.

IT-Recht endlich verständlich

Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

Er berät Unternehmer, Shops und Seitenbetreiber in allen Fragen des Rechts der neuen Medien.
www.kanzlei-siebert.de

Als Betreiber von eRecht24 ist er seit mehr als 15 Jahren auch als Internet-Unternehmer tätig. Deshalb finden Sie auf eRecht24 Tipps und Tricks eines spezialisierten Rechtsanwalts, aber verständlich und praxisnah erklärt.        

eRecht24 - Unsere praktischen Tools und hilfreichen Tutorials

mitgliederbereich teaser

Exklusiv für unsere Mitglieder

Alles was Webseitenbetreiber, Agenturen und Selbständige wirklich brauchen: Videos und E-Books, Musterverträge und Erstberatung, Tools und Live-Webinare.

Mehr Informationen

dsgvo teaser

DSGVO Schnellstarter-Paket

Das Datenschutzrecht ändert sich ab Mai 2018 vollständig. Sind Sie bereit für die DSGVO? Mit unserem Schnellstarter-Paket sichern Sie Ihre Webseite ab.

Jetzt absichern

webinar teaser

Online Schulung mit Rechtsanwalt Siebert

Die 7 häufigsten Abmahnfallen auf Webseiten und wie Sie diese schnell, einfach und ohne teuren Anwalt vermeiden. So haben Abmahner bei Ihnen keine Chance!

Mehr Details