DSGVO: Einwilligungen von Kindern unter 16 Jahren sind nicht gültig

(3 Bewertungen, 5.00 von 5)

Produkte bestellen, Newsletter abonnieren und Kundenkonto eröffnen: Shopbetreiber benötigen für viele Vorgänge eine Einwilligung der User, um ihre Daten zu erheben und zu nutzen. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) macht das ab dem 25. Mai noch etwas schwerer. Denn: Ab dann sind Einwilligungen von Personen unter 16 Jahren nicht gültig. Worauf sollten Händler achten?

Anzeige

Das sind die Anforderungen an eine Einwilligung nach dem BDSG

Noch wenige Wochen gelten für eine Einwilligung die Voraussetzungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG). Dies gibt derzeit lediglich vor, dass Shopbetreiber Nutzer ausführlich informieren und ausdrücklich einwilligen lassen müssen, bevor sie ihre Daten verwenden. Die Einwilligung dürfen sie zudem nur über ein Opt-In einholen. Daneben muss das Vorgehen in ihren AGB leicht auffindbar und verständlich aufgeführt sein. Eine explizite Regelung zu der Einwilligung von Kindern und Jugendlichen findet sich im BDSG nicht. Bisher kommt es nur darauf an, ob sich die minderjährige Person vernünftigerweise bewusst ist, wofür sie sich entscheidet.

Diese Anforderungen gelten für eine Einwilligung nach der DSGVO

Die DSGVO ergänzt diese Voraussetzungen um die Vorgabe, dass Einwilligungen von Personen unter 16 Jahren nicht mehr gültig sind. Sie benötigen hierfür eine Zustimmung der Eltern, damit ihre Einwilligung wirksam ist. Das gibt Art. 8 Abs. 1 DSGVO vor. Diese Zustimmung muss dabei von Anfang vorliegen. Shopbetreiber dürfen keine nachträglichen Genehmigungen annehmen. Das heißt für die Praxis: Sie sind durch die neue Regelung verpflichtet sicherzustellen, dass

1) User mindestens 16 Jahre alt sind oder

2) Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren eine Einwilligung der Eltern haben.

Sind die neuen Vorgaben zur Einwilligung in der Praxis umsetzbar?

Die DSGVO gibt für die Praxis vor, dass Händler unter Berücksichtigung der verfügbaren Technik angemessene Anstrengungen unternehmen müssen, um Einwilligungen gesetzeskonform einzuholen. Zwar gibt das Shopbetreibern einen gewissen Spielraum, wie diese Vorgabe jedoch rechtssicher umgesetzt werden kann, lässt sich zurzeit noch nicht sagen. sollen Händler das Alter der User herausfinden? Und wie sollen sie an die Einwilligung der Eltern kommen bzw. deren Zustimmung überprüfen?

Praxis-Tipp

Shopbetreiber können sich bereits jetzt Gedanken machen, wie sie das Alter von Usern überprüfen und eventuelle Einwilligungen von Eltern einholen können. Denn: Das bloße Bestätigenlassen des Alters über eine Abfrage vor der Datenerhebung dürfte nach den Vorgaben der DSGVO nicht ausreichend sein.

Anzeige
Kommentare  
Reip
0 # Reip 05.06.2018, 09:43 Uhr
Naja, wenn ich als Eltern das Grundgeschäft "Kaufe Dir bei
Amazon eine Kettensäge" für mein Minderjährigen genehmige, ist
automatisch auch die Genehmigung für die Datenverarbeitung dabei. Ich
muss ja sowieso für die Wirksamkeit des Geschäfts eines Minderjährigen
einwilligen (es sei denn es gilt der Taschengeltparagraf).
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Dem Administrator melden
Florida
0 # Florida 17.06.2018, 18:52 Uhr
Various techniques of off page optimization are pr releases, article distribution, website
marketing, linking with social network sites, through link exchanges, blogging, banner and
forum posting etc. You should also prevent the temptation of joining the ones that go out they to play.
People have an automated reflex, anymore, and they go online to find a
fast solution to whatever ails them.

Here is my site - local seo
company: https://www.amazon.com/dp/B06XP1BH7F
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Dem Administrator melden
Sagen Sie uns Ihre Meinung zum Thema.
Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren:
Weiterlesen...
AGB in Onlineshops: „Höhere Gewalt-Klausel“ unwirksam? Mit der Frage, ob die AGB-Klausel "Wenn höhere Gewalt oder sonstige Umstände vorliegen, deren Beseitigung unmöglich ist, entfällt die Leistungspflicht" wirksam ...
Weiterlesen...
„Unfreie Pakete werden nicht angenommen“ - Klausel ist rechtswidrig Die Widerrufsbelehrung ist immer wieder ein Thema für Betreiber von Online-Shops, aber auch für Käufer die ihre Rechte geltend machen wollen. Nicht selten ...
Weiterlesen...
Produktfälschungen & Markenrechte: PayPal muss Kontodaten von illegalen Shops heraus geben PayPal ist in den letzten Jahren mehr und mehr zu einem der Standard-Zahlungsdienstleister geworden. 188 Millionen aktive Kundenkonten zählt PayPal nach eigenen...
Weiterlesen...
Onlineshops: Abmahnwelle bei Online-Bio-Lebensmittelhändlern rollt Seit Jahren beherrschen Meldungen über Abmahnwellen immer wieder die Schlagzeilen. Neuerdings müssen sich aber auch die Online-Anbieter von Biolebensmitteln mit...
Weiterlesen...
Preissuchmaschinen: Auch die Versandkosten müssen angegeben werden Shopbetreiber verlassen sich beim Verkauf ihrer Ware schon lange nicht mehr nur auf den eigenen Online-Shop.  Anbieter und Kunden nutzen häufig Preissuchma...
Anzeige Datenschutz-Kit
Anzeige
Anzeige

Der eRecht24 Newsletter

Immer bestens informiert

Bleiben Sie mit unseren kostenlosen Updates zum Internetrecht auf dem neuesten Stand. Infos, Urteile, Checklisten, Sonderangebote.

Prüfen Sie, ob Ihre Widerrufsbelehrung aktuell ist.

Geben Sie die URL Ihrer Widerrufsbelehrung ein.
Beispiel Shop: http://www.shopxyz.de/widerruf.html
Beispiel eBay: http://www.ebay.de/usr/EBAYUSER

loading...
Jetzt Premium-Mitglied werden

Ab Heute gestalten Sie Ihre Website ohne Angst vor Abmahnwellen und ohne teuren Anwalt abmahnsicher.

Alle Videos, Live-Webinare, E-Books, Tools und zahlreiche Rabatte.

Jetzt Mitglied werden

Mehr Informationen zu eRecht24 Premium

Impressum-Generator

Keine Chance für Abmahner

Erstellen Sie kostenlos ein rechtssicheres Impressum für Ihre Website.

Jetzt Kostenlos Impressum generieren

Rechtsberatung vom Anwalt

Haben Sie ein konkretes rechtliches Problem? Dann wenden Sie sich bitte einen Anwalt. Auf unseren Seiten finden Sie zahlreiche allgemeine Informationen zum Internetrecht. Fundierte Rechtsberatung im Einzelfall kann allerdings nur ein spezialisierter Rechtsanwalt leisten.

Inhalte kostenlos übernehmen

Der eRecht24 Newsticker

kostenfreie aktuelle Inhalte zum Internetrecht

Individuell für Ihre Website angepasst!

 

SSL-Zertifikate

Steigern Sie das Vertrauen Ihrer Kunden. Für Betreiber von Onlineshops und kommerziellen Webseiten unabdingbar:

SSL-Verschlüsselung, SSL-Zertifikate und Trust-Logos

Rechnungen online erstellen

Erstellen Sie Ihre Rechnungen gemäß den Anforderungen des Finanzamts doch einfach online!

Mit easybill bequem ordnungsgemäße Rechnungen schreiben inkl. digitaler Signatur und Datenexport zum Steuerberater. Anforderungen an korrekte Rechnungen mit Mustern und Beispielen.

IT-Recht endlich verständlich

Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

Er berät Unternehmer, Shops und Seitenbetreiber in allen Fragen des Rechts der neuen Medien.
www.kanzlei-siebert.de

Als Betreiber von eRecht24 ist er seit mehr als 15 Jahren auch als Internet-Unternehmer tätig. Deshalb finden Sie auf eRecht24 Tipps und Tricks eines spezialisierten Rechtsanwalts, aber verständlich und praxisnah erklärt.        

eRecht24 - Unsere praktischen Tools und hilfreichen Tutorials

mitgliederbereich teaser

Exklusiv für unsere Mitglieder

Alles was Webseitenbetreiber, Agenturen und Selbständige wirklich brauchen: Videos und E-Books, Musterverträge und Erstberatung, Tools und Live-Webinare.

Mehr Informationen

dsgvo teaser

DSGVO Schnellstarter-Paket

Das Datenschutzrecht ändert sich ab Mai 2018 vollständig. Sind Sie bereit für die DSGVO? Mit unserem Schnellstarter-Paket sichern Sie Ihre Webseite ab.

Jetzt absichern

webinar teaser

Online Schulung mit Rechtsanwalt Siebert

Die 7 häufigsten Abmahnfallen auf Webseiten und wie Sie diese schnell, einfach und ohne teuren Anwalt vermeiden. So haben Abmahner bei Ihnen keine Chance!

Mehr Details