Bestechlich: Amazon-Mitarbeiter verkaufen Kundendaten

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Dass Kundendaten bei Konzernen wie Amazon und Facebook nicht in den besten Händen sind, überrascht heute keinen Verbraucher mehr. In der Regel sind die Konzerne jedoch selbst und mit Absicht dafür verantwortlich, wenn sie Userdaten an Dritte weitergeben. Ein aktueller Fall aus China bringt jetzt eine neue Form des Datenmissbrauchs ans Tageslicht. Dort sollen Amazon-Mitarbeiter Kundendaten an externe Händler verkauft haben. Was für Daten sind geleakt? Und was sind die Daten wert?

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Kundendaten in China verkauft

Amazon untersucht derzeit, ob und wie viele vertrauliche Daten Mitarbeiter über Zwischenhändler an Dritte verkauft haben. Dabei vermutet das Unternehmen, dass Mitarbeiter in China sensible Kundendaten herausgegeben haben. Empfänger sollen vor allem Händler sein, die auch auf dem Marketplace verkaufen. Noch ist sich Amazon jedoch nicht sicher, ob sich dieser Vorgang nur auf China beschränkt. Der Konzern untersucht daher derzeit auch einige amerikanische Mitarbeiter.

Diese Daten wurden vermutlich verkauft

Bisher geht Amazon davon aus, dass die Mitarbeiter vor allem E-Mail-Adressen von Kunden und interne Verkaufs- und Keyword-Statistiken verkauft haben. Zwischenhändler bieten diese aktuell für 80 bis 2000 Dollar an. Darüber hinaus sollen Marketplace-Händler die Möglichkeit haben, schlechte Bewertungen löschen und gesperrte Accounts wieder freischalten zu lassen. Das lassen sich die Zwischenhändler mit rund 300 Dollar bezahlen.

So reagiert Amazon auf den Datenverkauf

Amazon gab an, diesen Datenmissbrauch nicht zu tolerieren. Der Konzern will mit aller Härte gegen die Beteiligten vorgehen und rechtliche Schritte einleiten, sobald sich der Verdacht konkret bestätigt. Zudem gab Amazon an, bald einen Mechanismus einsetzen zu wollen, der Probleme dieser Art in Zukunft vermeiden lassen soll.

Fazit

Amazons Marktplatz ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Mittlerweile sollen dort zwei Millionen Anbieter tätig sein. Der Konzern hat daher immer wieder Probleme mit Händlern, die sich nicht an gesetzliche Vorgaben oder die Nutzungsbedingungen halten. Die Amazon-Mitarbeiter, die vermutlich für den Datenverkauf verantwortlich sind, sollen vor allem im chinesischen Shenzhen sitzen. Die dort niedrigeren Löhne könnten sie dazu motiviert haben, die Kundendaten gegen entsprechende Zahlungen herauszugeben.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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