Amazon: Händler schicken Kunden ungefragt Produkte zu

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Amazon-Kunden in Deutschland sind verwirrt: Sie erhalten Produkte von Marketplace-Händlern, ohne diese bestellt zu haben. Die Pakete tragen keinen Absender und enthalten unter anderem Handy-Hüllen, Ferngläser, Smartphones, iPhone-Kabel, Sexspielzeug und Überwachungskameras. Was sagt Amazon dazu? Und dürfen Kunden die Produkte behalten?

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So reagiert Amazon auf die unbestellt zugeschickten Produkte

Die Pakete kommen nicht von Amazon selbst, sondern vom Marketplace, auf dem tausende Händler aktiv sind. Amazon stuft die unbestellt zugeschickten Pakete als betrügerische Methoden und Richtlinienverstöße ein. Daher droht der Konzern den Händlern, Zahlungen zurückzuhalten, sie zu sperren und rechtliche Schritte einzuleiten.

Dürfen Kunden die Produkte behalten?

Kunden, die unbestellt Produkte erhalten, dürfen diese behalten. Alternativ können sie sie auch verschenken oder entsorgen. Sie müssen die Produkte weder aufbewahren noch den Versender kontaktieren, falls dieser doch auf dem Paket stehen sollte.

Kunde klagt gegen unbestellte Produkte

Nicht alle Kunden sind jedoch mit den unbestellt erhaltenen Produkten glücklich. Ein Kunde hat gleich mehrfach Pakete erhalten, ohne diese bei Amazon bestellt zu haben. Deshalb wollte er am 16. Januar 2019 vor dem Amtsgericht Solingen eine einstweilige Verfügung gegen Amazon erwirken. Das Gericht entsprach dem jedoch nicht. Denn: Amazon spricht von Einzelfällen.

Warum erhalten Kunden umsonst Produkte?

Warum Kunden Produkte umsonst erhalten, ist derzeit noch unklar. Eine Vermutung: Händler aus Fernost verschicken Ware, um im Verkaufs-Ranking von Amazon zu steigen. Und: Sie können so positive Bewertungen für ihre Ware und ihren Shop erhalten.

Eine weitere Vermutung: Die Marketplace-Händler leeren so ihr gemietetes Lager bei Amazon. Statt unverkaufte Produkte zurück nach China zu verschiffen, verschicken sie diese wahllos an Adressen in Deutschland. Während das bei günstigen Artikeln wie Handy-Hüllen wirtschaftlich sinnvoll erscheint, passt diese Vorgehensweise bei teuren Smartphones dagegen nicht.

Fazit

Kunden, die ungewollt Produkte zugeschickt bekommen, können diese behalten. Einziger Wermutstropfen: Amazon gewährt auf die Artikel keine Gewährleistung.

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