eBay: Händler beklagen Missbrauch ihrer Umsatzsteuer-IDs

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Seit Anfang des Jahres gilt das neue Umsatzsteuergesetz. Die Folge: Händler müssen auf Marktplätzen ihre Umsatzsteuer-ID angeben und über eine Bescheinigung belegen, um dort verkaufen zu können. Jetzt gaben Händler bei eBay an, dass asiatische Verkäufer ihre ID gekapert hätten, um Ware auf der Plattform anbieten zu können. Warum kommt es zu diesem Missbrauch? Und wie reagiert eBay darauf?

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Das sind die neuen Pflichten nach dem Umsatzsteuergesetz

Bereits vor dem neuen Umsatzsteuergesetz mussten Händler ihre Umsatzsteuer-ID auf Plattformen wie eBay angeben. Jetzt müssen sie jedoch auf Verlangen des Marktplatzes auch nachweisen, dass sie steuerlich bei der Finanzverwaltung registriert sind. Händler müssen dann eine Bescheinigung vom Finanzamt vorlegen. Verfügt ein Marktplatz nicht über diese Bescheinigung der Händler, haftet der Marktplatz bei Umsatzsteuerausfällen selbst. Auf diese Weise will Deutschland die Steuerhinterziehung – vor allem durch ausländische Verkäufer – bekämpfen.

Was bedeutet das für Händler?

Händler, die keine Umsatzsteuer-ID samt der Bescheinigung vom Finanzamt vorlegen können, werden von Marktplätzen in der Regel ausgeschlossen. Um trotzdem ohne eigene Umsatzsteuer-ID bei eBay verkaufen zu können, verwenden Verkäufer – unter anderem aus China – die IDs von deutschen Händlern. Über die vom Finanzamt ausgestellte Bescheinigung verfügen diese Händler jedoch nicht.

So hat eBay auf den Missbrauch der Umsatzsteuer IDs reagiert

eBay gab sich überrascht, dass Händler aus Fernost deutsche Umsatzsteuer-IDs kapern, um darüber zu verkaufen. Denn: Nur die ID lässt die Händler zwar Ware verkaufen. Sie haben jedoch keinen Nachweis, dass sie bei einem deutschen Finanzamt registriert sind. Es dürfte daher nur eine Frage der Zeit sein, bis sie damit auffliegen. eBay hat die Accounts der betrügerischen Händler direkt geschlossen und will die Entwicklungen weiter beobachten.

Fazit

eBay könnte das Problem schnell lösen, indem Händler keine Umsatzsteuer-ID angeben können, die bereits existiert. Auf diese Weise müssten sich Verkäufer keine Sorgen machen, dass andere Händler ihre ID missbräuchlich nutzen.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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