Auslaufmodell: Amazon nimmt Dash-Button vom Markt

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Die selbstklebenden Bestellknöpfe für Verbrauchsartikel sind quasi über Nacht aus dem Angebot des Onlinehändlers verschwunden. Allerdings nicht, weil deutsche Gerichte den Dash-Button für unzulässig erklärt haben. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers ist der Knopf schlicht überflüssig geworden: Immer mehr Bestellungen würden künftig von vernetzten Haushaltsgeräten selbst getätigt.

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Ersatz für den Bestellknopf ist in Aussicht

Keine Sorge: Wer bisher Waschmittel, Kaffee oder Druckertinte über einen Dash-Button bestellt hat, kann das auch weiterhin tun. Laut Amazon behalten bereits verkaufte Geräte ihre Funktion. Für Freunde des schnellen Bestellens per Knopfdruck soll außerdem bald eine Alternative angeboten werden: ein virtueller Button für Webseite und App, den Kunden nach ihren Bedürfnissen programmieren können. In den USA sei selbst das immer seltener notwendig, erklärt Amazon. Dort könne die Funktion zum Nachbestellen inzwischen in die Displays der Verbrauchsgeräte integriert werden. Nicht zuletzt setzt man beim Bezos-Konzern auf den smarten Assistenten Alexa: Das Bestellen per Sprachsteuerung erfreut sich demnach immer größerer Beliebtheit.

Rechtsstreit wird weiter geführt

Dass deutsche Gerichte mit schuld sind am schnellen Ende der Dash-Buttons bestreitet Amazon. Erst im Januar hatte das Oberlandesgericht München (Az. 29 U 1091/18) das Bestellverfahren als intransparent verboten. Zwar legt der Nutzer vorab fest, was mit dem Knopf bestellt werden soll. Preis, Liefermenge und sogar Art des Produkts konnte Amazon aber bei Lieferschwierigkeiten variieren. So stand es in den Vertragsbedingungen. Zudem fehlte dem Knopf der im deutschen Internethandel vorgeschriebene Hinweis, der als „Button-Lösung“ bekannt ist: Danach muss klar gekennzeichnet sein, wenn durch das Betätigen einer Schaltfläche eine zahlungspflichtige Bestellung ausgelöst wird. Gegen das Urteil will Amazon weiterhin vorgehen – auch wenn inzwischen das Aus für den Klebeknopf beschlossen ist.

Fazit

Kurz nachdem der Dash-Button erneut vor einem deutschen Gericht gescheitert ist, verschwindet er weltweit vom Markt. Einen Zusammenhang weist Amazon vehement zurück. Wie zum Beweis erklärt man, weiterhin auf juristischem Weg für die Zulässigkeit des Bestellsystems zu kämpfen. Schließlich sollen die vorhandenen Knöpfe weiter genutzt werden können – so lange, bis die Kunden von sich aus auf andere digitale Methoden umsteigen.

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