Neue Gebühren bei Amazon: Das müssen Händler wissen

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Amazon schraubt an seinem Gebührenmodell. Die Plattform führt eine Mindestverkaufsgebühr ein und verändert die prozentuale Provision vieler Produkte. Worauf müssen sich Händler einstellen? Und wann greifen die neuen Regelungen?

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Warum passt Amazon die Gebühren an?

Amazon gibt an, jedes Jahr seine Verkaufsgebühren zu überprüfen. Um der Branchendynamik gerecht zu werden, verändert der Konzern regelmäßig sein Gebührenmodell.

Für diese Artikel gilt eine Mindestverkaufsgebühr

Amazon führt eine Mindestverkaufsgebühr von 30 Cent pro Artikel ein. Das heißt: Händler müssen bei jedem Artikel, unabhängig von seinem Verkaufspreis, mindestens eine Gebühr von 30 Cent an Amazon zahlen. Das gilt für alle Kategorien, mit Ausnahmen von Lebensmitteln und Medien. Zu Letzteren zählen DVDs, Software, Videos, Videospiele, Konsolen, Bücher und Musik.

In diesen Kategorien senkt Amazon seine Gebühren

Daneben senkt Amazon die Provisionsgebühr für verschiedene Kategorien. Die Gebühr bezieht sich stets auf den Gesamtverkaufspreis. Dieser setzt sich aus dem Produktpreis, den Kosten für den Versand und einer eventuellen Geschenkverpackung zusammen. Besonders stark sinkt die Gebühr beim Schmuck. Bei einem Artikelpreis von mehr als 250 Euro müssen Händler nur noch 5 statt 20 Prozent zahlen.

In den Kategorien Beauty, Drogerie und Körperpflege, Babyprodukte und Lebensmittel (außer Bier, Wein und Spirituosen) senkt Amazon die Gebühr für Artikel von maximal 10 Euro von 15 auf 8 Prozent. Bei Artikeln, die mehr kosten, bleibt Amazon bei den bisherigen 15 Prozent. Beim Verkauf von Möbeln und Wohnaccessoires mit einem Gesamtverkaufspreis von über 200 Euro zahlen Händler bald 10 statt 15 Prozent. Unter 200 Euro gelten weiter die 15 Prozent. Matratzen sind hier eine Ausnahme. Dabei zahlen Händler unverändert 15 Prozent.

Warum senkt Amazon bei vielen Kategorien seine Gebühren?

Insbesondere im Bereich Möbel und Wohnaccessoires ist Amazon weit von einer Pole Position im E-Commerce entfernt. Um sich hier besser in Position bringen zu können, dreht das Unternehmen stark an der Provisionsschraube. Daneben könnte Amazon mit den niedrigeren Gebühren den Preiskampf auf seiner Plattform weiter anheizen wollen. Denn: Die niedrigere Provision gibt Händlern etwas mehr Spielraum beim Preis.

Fazit

Sowohl die Änderungen für die prozentuale Provisionsgebühr als auch die Mindestverkaufsgebühr greifen ab dem 5. Juni 2019. Händler finden auf Sellercentral eine Gebührenübersicht.

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