Vernichtung von Retouren: Grüne wollen Verbot

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Verbraucher gehen davon aus, dass ihre Retoure wieder im Händlerregal landet. Bei einigen Produkten ist das jedoch nicht der Fall. Statt zurück in den Shop landen sie im Müll. Der Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt stößt das sauer auf. Was genau stört sie an der Vernichtung von Retouren? Und wie wollen die Grünen diese verhindern?

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Das bemängeln die Grünen an der Vernichtung von Retouren

Grundsätzlich ist die Vernichtung von Retouren nichts Neues im Online-Handel. Denn: Oftmals sind Produkte nach einer Rücksendung nicht mehr verkaufsfähig. Viele Artikel haben jedoch höchstens einen Kratzer – und landen trotzdem im Müll. Das ist für Göring-Eckardt eine „Perversion der Wegwerfgesellschaft“.

So viele Retouren gibt es in Deutschland

Deutsche Verbraucher senden im Durchschnitt jedes sechste Paket zurück. Bei Kleidung und Schuhen ist sogar jedes zweite Paket eine Retoure. Das hat eine Studie von Wirtschaftswissenschaftlern der Universität Bamberg herausgefunden.

Was passiert mit den Retouren?

4 Prozent der zurückgeschickten Produkte landen im Müll. 13 Prozent kommen als B-Ware zurück in den Handel. Der Rest wird erneut normal verkauft.

So wollen die Grünen die Vernichtung von Retouren verhindern

Um die Vernichtung von Retouren zu verhindern, hat Göring-Eckardt einen Drei-Punkte-Plan vorgeschlagen. Dieser sieht vor, dass Händler Produkte nach einer Retoure nicht mehr wegschmeißen dürfen. Können sie diese – zum Beispiel aufgrund von Mängeln – nicht mehr verkaufen, sollen sie sie verschenken. Sozialkaufhäuser wären dafür eine gute Anlaufstelle. Und: Rohstoffe von nicht mehr verwendbaren Produkten sollen dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden.

Zum Teil kommen Händler diesen Forderungen bereits nach. So verkaufen Händler im Schnitt 3 Prozent ihrer Retouren an industrielle Verwerter oder spenden diese an gemeinnützige Organisationen.

Verbotsvorschlag erhält Kritik von der Wirtschaft

Der Plan der Grünen-Politikerin stößt in der Wirtschaft auf heftige Kritik. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (BEVH) gab dazu an, dass die Grünen mit ihrem Verbotsvorschlag die operative Praxis und die rechtliche Lage der Händler verkennen würden. Daher sei die Idee „Unfug“. Denn: Unternehmen hätten kein Interesse daran, wirtschaftlich sinnvoll verwertbare Produkte zu vernichten, so der BEVH.

Fazit

Das Bundesumweltministerium gab bekannt, dass es bereits an einem gesetzlichen Rahmen für ein Verbot arbeitet. Dieser soll die Vernichtung von Neuware reglementieren.

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