Dark Patterns: Wie Onlineshops ihre Kunden manipulieren

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Um den Umsatz ihres Shops anzukurbeln, setzen viele Händler auf sogenannte Dark Patterns. Dabei handelt es sich um legale und illegale Manipulationen, die den User zu einem (kostspieligeren) Kauf bewegen sollen. Eine Studie hat jetzt untersucht, wie viele Onlineshops derartige Maßnahmen ergreifen und wie diese Maßnahmen aussehen. Wovor sollten sich Nutzer in Acht nehmen?

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Studie untersucht Dark Patterns in Onlineshops

Sieben Wissenschaftler der Princeton University und der University of Chicago haben die laut Amazon-Tochter Alexa.com 11.000 monatlich meistbesuchten englischsprachigen Onlineshops unter die Lupe genommen. Ein Crawler, der Einkäufe simulierte, fand heraus: 1.267 Shops nutzen Dark Patterns, um Kunden zu manipulieren. Und: Je beliebter der Händler, desto mehr Methoden setzt dieser ein. 183 Shops nutzen dabei 243 Maßnahmen, die in den meisten Ländern illegal sind.

Dark Patterns: Welche Methoden gibt es?

Die Studie unterteilt die Methoden der Dark Patterns in 7 Kategorien:

Sneaking: Beim Sneaking legen die Shops heimlich weitere Produkte in den Warenkorb der Kunden. Und: Zusatzkosten oder Abos werden Usern erst spät angezeigt. 7 Onlineshops nutzen Sneaking.

Urgency: Shops gaukeln Kunden vor, sie müssten ein Produkt innerhalb einer bestimmten Frist kaufen, um einen vermeintlichen Sonderpreis zu erhalten. Das nutzen 361 Händler.

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Misdirection: Bei der Misdirection führen Händler Kunden über Sprache und Farbgebung auf ihrer Webseite in die Irre. Fragt die Webseite User beispielsweise, ob sie zu ihrer Digitalkamera nicht auch die Kameratasche XY in den Warenkorb legen wollen, ist der Button für „Ja“ rot hinterlegt und der Button für „Nein“ farblos. Das führt schnell zu einem falschen Klick. 164 Shops nutzen dieses Vorgehen.

Social Proof: Die aktuelle Besucherzahl auf der Webseite oder vermeintliche Testimonials setzen Kunden indirekt unter Druck, auch zu kaufen. Woher diese Zahlen und Angaben stammen, ist oftmals unklar. Diese Maßnahme verwenden 264 der untersuchten Händler.

Scarcity: Die künstliche Verknappung von Ware setzt User unter Druck, schnell auf den Kauf-Button zu klicken. Diese Maßnahme haben 581 Shops implementiert.

Obstruction: Können sich User beispielsweise für einen Newsletter einfach anmelden, aber nur umständlich wieder abmelden, bringen Shops eine „Obstruction“-Maßnahme zum Einsatz. 31 Händler nutzen diese.

Forced Action: Um an die Daten von Usern zu kommen, verpflichten einige Webseiten dazu, beispielsweise einen Account anzulegen, um einen Kauf abzuschließen. Diese Methode nutzen 6 Händler.

Fazit

Viele der untersuchten Shops dürften auch deutschen Usern bekannt sein. So haben die Wissenschaftler in ihrer Studie vor allem große, internationale Händler unter die Lupe genommen.

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