Geschäftspraktiken: EU-Kommission beginnt Ermittlungen gegen Amazon

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Amazon betreibt einen Online-Marktplatz, auf dem das Unternehmen selbst Produkte vertreibt sowie die Artikel anderer Händler verkauft. Dabei sammelt Amazon laufend Daten über die Produkte der Anbieter sowie über das Kundenverhalten auf dem Marktplatz. Wie geht der Konzern mit den wettbewerbssensiblen Daten um? Dieser Frage geht jetzt die EU-Kommission nach. Sie hat eine offizielle Untersuchung eingeleitet, um die Geschäftspraktiken von Amazon unter die Lupe zu nehmen. Was genau will die Kommission prüfen? Und wie hoch könnte eine Strafe ausfallen?

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Das will die EU-Kommission prüfen

Die EU-Kommission will klären, ob Amazon seine gewonnenen Daten über Marktplatzhändler, ihre Produkte und die von den Händlern auf dem Marktplatz vorgenommenen Transaktionen nutzt, um den Wettbewerb zu seinem Vorteil einzuschränken. Dazu stehen diese beiden Aspekte im Mittelpunkt:

Standardvereinbarung zwischen Amazon und Händlern

Wollen Händler auf Amazon verkaufen, schließen sie mit dem Unternehmen eine Standardvereinbarung. Diese macht es Amazon möglich, die Daten der Händler zu analysieren, auszuwerten und für sich selbst zu nutzen. Die EU-Kommission will daher prüfen, ob und wie Amazon diese Daten nutzt und wie das den Wettbewerb beeinträchtigt.

Amazons Buy Box

Amazons Buy Box zeigt die Produkte einiger bestimmter Einzelhändler an. Kunden können diese Artikel von dort aus direkt in ihren Warenkorb legen. Viele der Transaktionen auf dem Marktplatz werden darüber abgewickelt. Die Untersuchung soll zeigen, welche Rolle die von Amazon gewonnenen Daten für die Auswahl der Händler für die Box spielen.

Wogegen könnte Amazon mit seinen Geschäftspraktiken verstoßen?

Amazons Geschäftspraktiken könnten gegen EU-Vorschriften verstoßen. Dabei stehen Artikel 101 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) und Artikel 102 des AEUV im Fokus. Diese legen fest, wann eine Vereinbarung zwischen Unternehmen wettbewerbswidrig ist bzw. wann ein Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung vorliegt.

Fazit

Die EU-Kommission hat für die Untersuchung keine Frist festgelegt. Sollte sie zu dem Ergebnis kommen, dass Amazon gegen die EU-Vorschriften zum Wettbewerb verstößt, droht dem Konzern eine Strafe in Milliardenhöhe.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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