PSD2: Bafin gibt Ende der Übergangsfrist bekannt

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Eigentlich gilt bereits seit dem 14. September 2019 die zweite Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2). Schnell war jedoch klar: Der Handel benötigt mehr Zeit, um seine Systeme darauf umzustellen. Daher gewährte die Finanzaufsicht Bafin für Kreditkartenzahlungen eine nicht weiter definierte Übergangsfrist. Jetzt gab die Behörde bekannt, wann diese vorbei ist. Wann müssen Payment-Dienstleister vorbereitet sein?

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Kreditkarten besonders anfällig

Kreditkarten gelten beim Einkauf als besonders gefährdet. Denn: Auf der Karte finden Nutzer sowohl die Kreditkartennummer als auch das Ablaufdatum und die Prüfziffer. Zusammen berechtigen sie dazu, einen Einkauf abzuschließen. Erst kürzlich merkte sich ein Verkäufer in Japan über 1.300 Kreditkartendaten und verwendete diese selbst, um online einzukaufen. Darunter waren unter anderem zwei Umhängetaschen für mehr als 2.500 Euro. Die Polizei kam dem Verkäufer jedoch schnell auf die Schliche. Denn: Er hatte sich die bestellte Ware an seine private Adresse liefern lassen.

Welche Pflichten haben Payment-Dienstleister durch die PSD2?

Payment-Dienstleister müssen beim Einkaufen im Web und beim Online Banking für eine starke Kundenauthentifizierung sorgen. Das heißt: Sie müssen User über gesteigerte Sicherheitsmechanismen identifizieren. Dabei müssen Kunden immer zwei Sicherheitsprüfungen durchlaufen. Das kann beispielsweise ein Passwort und eine Mobile-TAN oder ein Passwort und ein Fingerabdruck sein.

Ab wann muss eine starke Kundenauthentifizierung erfolgen?

Die Bafin gab jetzt bekannt: Payment-Dienstleister mit Sitz in Deutschland haben noch bis zum 31. Dezember 2020 Zeit, die starke Kundenauthentifizierung in ihre Systeme für Kreditkartenzahlungen zu integrieren. Bis dahin wolle es die Behörde nicht beanstanden, wenn Zahlungsdienstleister bei der bisherigen einfachen Identifizierung der Kunden bleiben.

Fazit

Nicht nur der Handel ist noch nicht für die zweite Zahlungsdiensterichtlinie bereit. So fand kürzlich eine Studie heraus, dass 73 Prozent der Deutschen noch nicht davon gehört haben oder nicht wissen, was sich dahinter verbirgt. Das Resultat: Müssen sie beim Einkauf im Web eine Authentifizierung durchlaufen, brechen viele den Kauf ab.

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