Polizei warnt: Das sind die Tricks von Fake-Shops

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Mit dem Beginn der Weihnachtszeit stürmen Verbraucher in Onlineshops, um Geschenke für ihre Liebsten zu kaufen. Damit sie dabei nicht auf Fake-Shops hereinfallen, warnte die Polizei Mittelhessen in Gießen jetzt vor den Tricks von Cyberkriminellen. Wovor sollten sich Verbraucher in Acht nehmen?

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Wovor warnt die Polizei?

Die Polizei warnt davon, dass Fake-Shops heute nicht mehr so einfach zu erkennen seien. Bis vor einigen Jahren konnten Verbraucher Betrüger-Shops schnell ausmachen, da diese kein Impressum führten oder Rechtschreibfehler enthielten. Das sei heute anders. Die Shops wirkten wesentlich professioneller.

Wie erkennen Verbraucher Fake-Shops?

Insbesondere jetzt zur Weihnachtszeit steige die Betrugszahl rapide an, so die Polizei. Kunden sollten daher vor einem Einkauf einen Shop genau unter die Lupe nehmen, wenn sie dort vorher noch nie eingekauft haben. Dafür können sie zum Beispiel Erfahrungen anderer Kunden und Bewertungsportale prüfen.

In der Regel könnten Nutzer in den Details erkennen, wenn ein Shop betrügerisch ist. Das könnten beispielsweise fehlende Informationen zum Widerruf oder Versand sein. Nutzer sollten auch misstrauisch sein, wenn der Händler seine Produkte nur per Vorkasse oder ein Bargeld-Transfersystem verkaufe. Das gelte insbesondere, wenn das Geld auf eine ausländische IBAN gehen soll. Seriöse Anbieter lassen Verbraucher in der Regel aus mehreren, gängigen Zahlungsvarianten wählen. Und: Schnäppchen, die zu gut klingen, um wahr zu sein, sind oftmals keine seriösen Angebote.

So viele Fälle von Warenbetrug gibt es

Im letzten Jahr gab es rund 272.000 Fälle von Internet-Straftaten in Deutschland. Dabei war ca. jeder dritte Fall ein Warenbetrug. Allein in Hessen gab es im letzten Jahr gut 21.000 Fälle von Warenbetrug. Damit liegt diese Art von Cybercrime deutlich vorne. Kunden erhalten dabei zum Beispiel einen minderwertigen Artikel, ein Produkt, das online anders beschrieben war, oder gar keine Ware.

Fazit

Kunden, die auf einen Warenbetrug hereingefallen sind, sollten in jedem Fall Anzeige erstatten. Denn: Die Polizei kann viele der Fälle aufklären. In Hessen lag die Aufklärungsquote im Bereich Waren- und Warenkreditbetrug bei über 90 Prozent.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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