Pressure Selling: Verbraucherzentrale fordert strengere Gesetze

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Pressure Selling beschreibt Methoden von Online-Shops, die User schnell zu einem Kauf bewegen sollen. 38 Prozent der Verbraucher fühlen sich davon jedoch unter Druck gesetzt. Das fand jetzt eine Umfrage der Verbraucherzentrale Bayern heraus. Welche Tricks nutzen Online-Portale, um potenzielle Kunden zum Klick auf den Bestellbutton zu motivieren? Und was sagt der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) dazu?

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So setzen Online-Portale Verbraucher unter Druck

Online-Portale können verschiedene Mechanismen nutzen, um Verbraucher beim Einkauf unter Druck zu setzen. So können sie beispielsweise angeben, dass es nur noch eine bestimmte Zahl an Artikeln gibt oder ein Angebot in wenigen Minuten abläuft. Je nach Methode fühlt sich knapp ein Viertel bis zu mehr als die Hälfte der Verbraucher unter Druck gesetzt. Besonders wirksam scheint dabei die Pressure-Selling-Methode zu ein, auf die zeitliche Begrenzung eines Angebots hinzuweisen. 55 Prozent der Kunden klicken dann schneller auf den Bestellbutton.

Damit nicht genug: Kunden kaufen nicht nur schneller, sie haben auch das Gefühl, sich nicht ausreichend über die Bestellung informiert zu haben. Das betrifft sowohl mögliche Konkurrenzangebote als auch die Vertragsbedingungen, so die Ergebnisse der Umfrage der Verbraucherzentrale Bayern.

Was bemängelt die Verbraucherzentrale Bayern?

Die Verbraucherzentrale Bayern sieht einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht, wenn Online-Portale beim Pressure Selling unwahre Angaben beispielsweise zum Restbestand eines Produkts machen. Verbraucher würden auf diese Weise getäuscht und zu einem vorschnellen Kauf verleitet – obwohl der Markt noch bessere Angebote haben könnte.

Die Verbraucherzentrale Bayern rät, sich vom Pressure Selling der Portale nicht beeinflussen zu lassen. Kunden sollten sich in Ruhe informieren und Preise vergleichen. In der Regel fänden sie auf anderen Plattformen weitere Angebote, so die Einschätzung der Verbraucherschützer.

Fazit

Der vzbv sieht Handlungsbedarf: Online-Marktplätze und Vergleichsportale müssten bereits bei der Gestaltung ihrer Angebote sicherstellen, dass diese die Interessen der Verbraucher erfüllen. Dafür müssten EU-gesetzliche Vorgaben sorgen. Bisher müssten noch Gerichte in Einzelfällen klären, ob bestimmte Verkaufsmethoden zulässig sind.

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