Himmelslaternen: Verbraucherzentrale mahnt Händler ab

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An Silvester starben über 50 Tiere im Krefelder Zoo. Die Brandursache ist noch nicht abschließend geklärt. Nach dem Unglück meldeten sich jedoch 2 Frauen. Sie hatten in der Nacht Himmelslaternen steigen lassen. Es ist daher möglich, dass diese den Brand ausgelöst haben. Die Verbraucherzentrale NRW schaut daher Händlern derzeit genau auf die Finger, ob sie die Gesetzesvorgaben zu den Himmelslaternen erfüllen. Welchen Pflichten müssen Shops beim Verkauf der Laternen nachkommen?

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Was sind Himmelslaternen?

Himmelslaternen sind aus China stammende Laternen, die Verbraucher wie einen Ballon aufsteigen lassen können. Sie können eine Höhe von bis zu 400 Metern erreichen. Das Risiko: Es ist nicht steuerbar, wo diese landen. Auf diese Weise geht von ihnen eine Brandgefahr aus.

Das sagt das Gesetz zu den Himmelslaternen

2009 starb ein kleiner Junge bei einem Hausbrand in Siegen. Die Brandursache war eine Himmelslaterne. Seitdem sind diese in fast jedem Bundesland in Deutschland strikt verboten. Nur beispielsweise in NRW, Hamburg und Sachsen-Anhalt dürfen Verbraucher die Laternen unter strengen Auflagen verwenden. Verbraucher, die die Laternen ohne Erlaubnis steigen lassen, begehen eine Ordnungswidrigkeit.

Welche Pflichten müssen Händler bei Himmelslaternen erfüllen?

Händler dürfen Himmelslaternen in Deutschland verkaufen. Verbraucher dürfen diese bis auf wenige Ausnahmen jedoch nicht verwenden. Damit Kunden das wissen, haben Händler besondere Aufklärungspflichten. Sie müssen daher über die Eigenschaften, die Nutzungsbestimmungen und die Risiken der Himmelskörper aufklären.

Verbraucherzentrale mahnt Händler ab

Ob Händler dieser Pflicht nachkommen, hat jetzt die Verbraucherzentrale NRW überprüft. Dabei untersuchte sie, ob Shops entsprechende Warnhinweise bei den Himmelslaternen angebracht haben. Die Verbraucherschützer fanden insgesamt 6 Onlineshops, die keine Hinweise nutzten. Sie sprachen gegen diese daher Abmahnungen aus.

Fazit

Zu den abgemahnten Händlern gehört auch Amazon. Der Konzern ließ wissen, jetzt keine Himmelslaternen mehr zu verkaufen. 4 weitere Händler haben eine Unterlassungserklärung abgegeben. Ein Shop behauptet, die Laternen nicht an Verbraucher zu verkaufen. Ein Testkauf der Verbraucherzentrale ergab jedoch das Gegenteil. Sie will daher Klage gegen den Händler einreichen.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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