Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft: Handel soll nachhaltigere Verpackungen verwenden

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Mit dem boomenden Online-Handel steht die EU mittlerweile vor einem Problem: Die Länder produzieren zu viele Verpackungen, die sie nicht wiederverwerten können. Mit 18,7 Millionen Tonnen Verpackungsmüll hat Deutschland dabei einen neuen Höchstwert erreicht. Das fand das Umweltbundesamt heraus. Die EU hat daher jetzt einen Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft erstellt. Dieser soll dafür sorgen, dass der Handel nachhaltigere Verpackungen verwendet. Worauf müssen sich Shop-Betreiber einstellen?

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Warum sind Verpackungen derzeit ein Problem?

Händler verwenden oftmals zu große Kartons für Produkte. Eine Umfrage aus dem Jahr 2018 zeigte: 94 Prozent der Verbraucher finden, dass Shops kleinere Verpackungen wählen könnten. In der Regel haben zu große Verpackungen wirtschaftliche Gründe. Überlegt ein Verpacker zu lange, welchen Karton er für ein Produkt nimmt, steigen die Lohnkosten.

Unternehmen haben zudem feste Verpackungsgrößen, aus denen Verpacker wählen können. Während Amazon beispielsweise 30 unterschiedliche Größen hat, können Verpacker bei Conrad nur aus 6 unterschiedlichen Größen wählen. Auf diese Weise landet ein kleiner Artikel schnell in einem zu großen Karton.

So sollen Verpackungen grünen werden

Damit weniger Verpackungsmüll anfällt, will die EU die Verpackungsrichtlinie überarbeiten. Dabei soll es beispielsweise Regeln zur Vermeidung von Überverpackung geben. Auf diese Weise soll es keine Pakete mehr geben, die unnötig mehrschichtige Verpackungen enthalten. Darüber hinaus können sich Hersteller von Verpackungen darauf einstellen, dass sie Vorgaben für die Wiederverwertbarkeit erhalten. Dabei könnte die EU zum Beispiel vorgeben, dass Hersteller nur noch eine bestimmte Zahl an Materialien verwenden dürfen. Denn: Beim Recycling machen vor allem Verpackungen aus unterschiedlichen Stoffen Probleme.

Daneben will die EU prüfen, ob sie ein Kennzeichnungssystem für Verpackungen einführt. Auf diese Weise könnte sie die Mülltrennung für Verbraucher vereinfachen. Und: Bestimmte Verpackungen will die EU ganz verbieten. Dabei kann es sein, dass Händler bald Verbrauchsgüter nicht mehr verpacken dürfen.

Fazit

Der Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft soll dafür sorgen, dass bis 2030 alle in der EU in Verkehr gebrachten Verpackungen in wirtschaftlich vertretbarer Weise recycelt oder wiederverwendet werden können.

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