Aus für ClickandBuy: E-Geld-Anbieter hält der Konkurrenz nicht stand

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Erst Yapital, nun ClickandBuy: Der harte Wettbewerb auf dem Markt der Online- Bezahlsysteme hat innerhalb weniger Tage zwei Anbieter zur Aufgabe gezwungen. Bis Ende April stellt die Deutsche Telekom alle E-Geld- und Bezahldienste ihrer hundertprozentigen Tochter ClickandBuy ein. Marktriese PayPal hat damit zwei Konkurrenten weniger.

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Hohe Standards des Wettbewerbers

Offiziell nennt die Deutsche Telekom „strategische Überlegungen“ als Ursache. Über Kunden und Zahlungsvolumen schweigt man sich aus, betont aber, dass die aktuelle Geschäftslage bei der Entscheidung nicht ausschlaggebend gewesen sei. Die Zeitung „Die Welt“ berichtet allerdings von einer internen Email, in der eine „enttäuschende geschäftliche Entwicklung“ beschrieben wird: Marktführer PayPal habe international Standards gesetzt, die von anderen Anbietern nur schwer erreicht werden könnten.

Ende November hatte bereits der Handelskonzern Otto angekündigt, seinen Bezahldienst Yapital einzustellen – mangels Interesse auf Seiten der Kunden. Yapital hatte neben Online-Payment auch das mobile Bezahlen an der Ladenkasse per Handy im Angebot. Ein Service, an dem deutsche Verbraucher bisher kaum Interesse zeigen.

Fristen für Händler und Kunden

Händler, die ClickandBuy als Zahlmethode anbieten, wurden laut Telekom bereits per E-Mail informiert. Ihre Konten sind noch bis Ende Februar aktiv; ab dem 1. März sind keine Zahlungen mit ClickandBuy mehr möglich. Verbraucher sind dazu angehalten, etwaige Guthaben auf ihren Konten bis Ende April zu verbrauchen oder an andere Geldinstitute zu überweisen. Danach ist eine Auszahlung nur noch über den Kundenservice möglich. ClickandBuy war vor allem bei Apple-Kunden für den Einkauf bei iTunes genutzt worden; aber auch große Internet-Anbieter wie AOL, GMX oder McAffee boten das Bezahlsystem an.

Ist Paydirekt die Alternative?

Angeblich arbeitet die Telekom bereits an einem neuen Modell für mobiles Bezahlen. Zunächst aber wollen deutsche Banken und Sparkassen ihr System „Paydirekt“ am Markt etablieren. Im Unterschied zu PayPal müssen Verbraucher hier keine Bankverbindung hinterlegen, sondern zahlen direkt über ihr Girokonto. Kunden von Hypovereinsbank, Commerzbank und vielen Volks- und Raiffeisenbanken können den Bezahldienst schon nutzen; die Deutsche Bank und die Sparkassen werden folgen. Unter Onlinehändlern ist Paydirekt allerdings noch wenig verbreitet. Es wird sich zeigen, ob sie sich nach dem Scheitern von Yapital und ClickandBuy erneut auf ein ähnliches Prinzip einlassen wollen.

Fazit:

Das Bezahlsystem ClickandBuy der Telekom wird bis zum nächsten Frühjahr vom Markt genommen. Vor wenigen Tagen war bereits das Aus von Yapital, einer Kombination aus Online- und mobilem Bezahldienst bekannt geworden. Deutsche Banken und Sparkassen wollen nun mit Paydirekt einen neuen Versuch starten, dem Marktführer PayPal Konkurrenz zu machen.

 

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