Klickbetrug bei Google-Werbung - Blacklist für IP-Adressen

(0 Bewertungen, 0 von 5)

Viele Webseiten-Betreiber nutzen die Möglichkeit durch die Schaltung von Google-Werbung ihre Einnahmen zu erhöhen. Die eingeblendete Werbung funktioniert nach dem Prinzip „Pay-per-Klick“. Dabei bezahlt der Kunde für die über Google geschalteten Anzeigen umso mehr, je häufiger die verlinkte Werbung angeklickt wird. Betreiber von Webseiten erhalten je nach Anzahl der Klicks auf die eingeblendete Anzeigen ihre Werbe-Einnahmen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass dieses System jedoch auch stark anfällig für Missbrauch ist.

Anzeige

So versuchen potentielle Konkurrenten der werbenden Unternehmen manuell oder mithilfe von Klick-Robotern die Anzahl der Klicks zu erhöhen, damit das Konkurrenz-Unternehmen mehr bezahlen muss, gleichzeitig aber keinen höheren Ertrag durch potentielle Kunden hat. Betreiber von Webseiten können durch die künstliche Steigerung der Klick-Anzahl ebenfalls ihre Provisionen erhöhen. Dieses Vorgehen nennt man Klickbetrug. Es gibt insbesondere in den USA Unternehmen die gezielt die “Dienstleistung” des Klickbetruges anbieten. Ziel ist entweder das Erschleichen von Werbeeinnahmen oder die Schaffung eines Wettbewerbsvorteils gegenüber Konkurrenten.

Da Google in der Vergangenheit immer wieder kritisiert wurde, zu wenig gegen Klickbetrug unternommen zu haben, gibt es aktuell nun wieder einen Vorschlag um den Schutz der Anzeigenkunden zu verbessern. Ab März 2007 soll es diesen ermöglicht werden, bestimmte IP-Adressen auf eine individuelle Blacklist zu setzen, auf deren Seiten dann keine Werbung des entsprechenden Unternehmens mehr geschaltet werden soll. Zudem will der Suchmaschinen-Marktführer seine Kunden besser über falsche Klicks informieren und ab Sommer 2007 ein Standardverfahren zur Meldung von Klickbetrug einführen. Bereits im August 2006 hatten sich die wichtigsten Anbieter solcher Werbeanzeigen Google, Yahoo und Microsoft auf ein gemeinsames Vorgehen gegen Klickbetrug verständigt. Da es bei der Online-Werbung um Milliardenbeträge geht, waren sich die Konkurrenten schnell einig und gründeten die eine Arbeitsgruppe zur Messung von Klicks. Dabei geht es um das Ausfiltern von betrügerischen oder falschen Klicks um sich mögliche millionenschwere Gerichtsverfahren in Zukunft zu ersparen.

Fazit:
Online-Werbung spielt im Vergleich zu Werbeanzeigen in Print-Angeboten eine immer wichtigere Rolle. Am Beispiel der Google-Werbung zeigt sich die hohe Effizienz solcher Werbung. Nicht nur kommerzielle Angebote sondern jede private Webseite kann auf solche eingeblendeten Werbeanzeigen zurück greifen. Da für Werbende Klickbetrug ein großes Ärgernis darstellt, ist die geplante Maßnahme von Google zu begrüßen. Fraglich bleibt jedoch die tatsächliche Wirksamkeit, da sich Klickbetrug oftmals nur sehr schwer kontrollieren lässt.

Autor: Philipp Otto

Rechtsberatung Betrug im Internet: Rechtsanwalt Sören Siebert

 

Anzeige
Sagen Sie uns Ihre Meinung zum Thema.
Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren:
Weiterlesen...
Online-Handel: Welche Informationen muss der Händler nach der Bestellung übermitteln? Online-Händler treffen zahlreiche Pflichten, zu denen auch die Informationspflichten gehören. Bestimmte Informationen müssen dem Kunden bereits vor der Bestellu...
Weiterlesen...
Online-Shops und Bewertungen: Müssen Bewertungsportale auch negative Kundenmeinungen veröffentlichen? Kundenportale sind für Onlineshops ein wichtiges Marketinginstrument. Das LG Duisburg musste klären, ob ein Bewertungsportal, das "garantiert echte Kundenmein...
Weiterlesen...
Vorsicht Abzocke: Betrüger kapern seriöse Shops bei Amazon Durch einen Trick haben sich Kriminelle Zugang zu den Angebotsseiten zuverlässiger Händler verschafft. Dort bieten sie vermeintliche Schnäppchen an, die aller...
Weiterlesen...
Papierrechnung: Dürfen Telefonanbieter Extrakosten für Rechnungen per Post verlangen? Um sich Aufwand, Papier und Kosten zu sparen, versenden Telekommunikationsanbieter ihre Rechnungen gerne nur noch digital. Für die Rechnung in Papierform müss...
Weiterlesen...
Mobiles Shopping: Widerrufsrecht & Co müsen korrekt angezeigt werden In Deutschland werden immer mehr Einkäufe über das Internet getätigt. Durch den immer größer werdenden Kreis der Personen, die ein mobiles Endgerät (z.B. I-phon...
Anzeige DSGVO
Anzeige

Der eRecht24 Newsletter

Immer bestens informiert

Bleiben Sie mit unseren kostenlosen Updates zum Internetrecht auf dem neuesten Stand. Infos, Urteile, Checklisten, Sonderangebote.

loading...
Jetzt Premium-Mitglied werden

Ab Heute gestalten Sie Ihre Website ohne Angst vor Abmahnwellen und ohne teuren Anwalt abmahnsicher.

Alle Videos, Live-Webinare, E-Books, Tools und zahlreiche Rabatte.

Jetzt Mitglied werden

Mehr Informationen zu eRecht24 Premium

Impressum-Generator

Keine Chance für Abmahner

Erstellen Sie kostenlos ein rechtssicheres Impressum für Ihre Website.

Jetzt Kostenlos Impressum generieren

Rechtsberatung vom Anwalt

Haben Sie ein konkretes rechtliches Problem? Dann wenden Sie sich bitte einen Anwalt. Auf unseren Seiten finden Sie zahlreiche allgemeine Informationen zum Internetrecht. Fundierte Rechtsberatung im Einzelfall kann allerdings nur ein spezialisierter Rechtsanwalt leisten.

Inhalte kostenlos übernehmen

Der eRecht24 Newsticker

kostenfreie aktuelle Inhalte zum Internetrecht

Individuell für Ihre Website angepasst!

 

SSL-Zertifikate

Steigern Sie das Vertrauen Ihrer Kunden. Für Betreiber von Onlineshops und kommerziellen Webseiten unabdingbar:

SSL-Verschlüsselung, SSL-Zertifikate und Trust-Logos

Rechnungen online erstellen

Erstellen Sie Ihre Rechnungen gemäß den Anforderungen des Finanzamts doch einfach online!

Mit easybill bequem ordnungsgemäße Rechnungen schreiben inkl. digitaler Signatur und Datenexport zum Steuerberater. Anforderungen an korrekte Rechnungen mit Mustern und Beispielen.

IT-Recht endlich verständlich

Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

Er berät Unternehmer, Shops und Seitenbetreiber in allen Fragen des Rechts der neuen Medien.
www.kanzlei-siebert.de

Als Betreiber von eRecht24 ist er seit mehr als 15 Jahren auch als Internet-Unternehmer tätig. Deshalb finden Sie auf eRecht24 Tipps und Tricks eines spezialisierten Rechtsanwalts, aber verständlich und praxisnah erklärt.

SSL-Zertifikate, Code-Signing, S/MIMEOrdnungsgemäße Rechnungen einfach online erstellen!Suchmaschienoptimierung & OnlinemarketingDatenschutzRechtliche OnlineShop-PrüfungFairness im Handel
Anzeige
eRecht24 - Unsere praktischen Tools und hilfreichen Tutorials

mitgliederbereich teaser

Exklusiv für unsere Mitglieder

Alles was Webseitenbetreiber, Agenturen und Selbständige wirklich brauchen: Videos und E-Books, Musterverträge und Erstberatung, Tools und Live-Webinare.

Mehr Informationen

dsgvo teaser

DSGVO Schnellstarter-Paket

Das Datenschutzrecht ändert sich ab Mai 2018 vollständig. Sind Sie bereit für die DSGVO? Mit unserem Schnellstarter-Paket sichern Sie Ihre Webseite ab.

Jetzt absichern

webinar teaser

Online Schulung mit Rechtsanwalt Siebert

Die 7 häufigsten Abmahnfallen auf Webseiten und wie Sie diese schnell, einfach und ohne teuren Anwalt vermeiden. So haben Abmahner bei Ihnen keine Chance!

Mehr Details
Support