Bundesliga: Ist der Weiterverkauf von Eintrittskarten für Fußball-Bundesligaspiele verboten?

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Zum wiederholten Male musste sich ein Gericht mit dem Weiterverkauf von Fußballtickets durch gewerbliche Händler beschäftigen. Dabei war hier vom LG Dortmund die Frage zu klären, ob ein gewerblicher Weiterverkauf von Fußballtickets eines bestimmten Bundesligavereins der ersten Liga eine Wettbewerbsverletzung darstellt – und zwar dann, wenn der gewerbliche Verkauf dieser Tickets nach den AGB des Fußballvereins untersagt wird.

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Was war geschehen

Die Klägerin ist ein Fußballverein der ersten Bundesliga. Der Ticketvertrieb erfolgt ausschließlich direkt über das Internet sowie über vom Verein autorisierte, allgemein bekannte, Vorverkaufsstellen. Der Fußballverein verbietet durch ihre AGB den gewerblichen Weiterverkauf dieser Tickets. Als Begründung gibt er an, dass man so bessere Chancen hat, unliebsame Stadiongäste vom Stadion fernzuhalten und so die Sicherheit im Stadion zu erhöhen.

Die Beklagte ist Betreiberin der Online-Auktionsplattformen, über die in großem Umfang Fußballtickets des klagenden Fußballvereins gewerblich veräußert werden. Der Fußballverein führt jedoch an, durch die AGB gerade solch einen unkontrollierten Weiterverkauf ausgeschlossen zu haben. Er verlangt deshalb von der Betreiberin, es zu unterlassen, Fußballtickets die seinen Verein betreffen, auch weiterhin zu verkaufen.

Die Entscheidung des Gerichts

Das LG Dortmund gab dem Fußballverein Recht. Nach Meinung des LG Dortmund darf der Fußballverein den Weiterverkauf der Tickets nur autorisierten Stellen erlauben. Nicht autorisierte sind dementsprechend vom Verkauf der Tickets ausgeschlossen. Diese Vorgehensweise des Fußballvereins ist zulässig, da jeder seine Produkte ausschließlich selbst vermarkten dürfe. Eine Kennzeichnung, dass ein gewerblicher Weiterverkauf untersagt ist, befindet sich auf den Fußballtickets. Die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Fußballvereins sind ebenfalls nicht zu beanstanden. Auch kartellrechtlich ist das Weiterveräußerungsverbot nicht zu beanstanden. Jedes Unternehmen darf die Art und Weise wie er seine Produkte verkaufen möchte, selbst bestimmen. Das LG Dortmund erklärte, dass auch derjenige eine Wettbewerbsrechtsverletzung begeht, der einen solchen Weiterverkauf über seine Online-Auktionsplattform nur ermöglicht.

Fazit:

Jeder, der Eintrittskarten für Fußballspiele, insbesondere der Bundesliga, erwerben möchte, sollte dies direkt über den jeweiligen Verein tun. Bei Eintrittskarten, die über Online-Plattformen erworben wurden, besteht die Gefahr, dass einem der Zutritt zum Stadion verweigert wird. 

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