ADAC Winterreifentest 2012: Winterreifen rechtssicher online kaufen - das müssen Sie beachten

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Heute hat der ADAC gemeinsam mit der Stiftung Warentest seinen Winterreifentest 2012 veröffentlicht. Dies gilt in der Branche als der inoffizielle Startschuss in die Winterreifensaison. Aber lohnt sich der Winterreifen-Kauf im Internet und was muss man dabei aus rechtlicher Sicht beachten?

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Vor dem Kauf informieren: Beratung im stationären Handel vs. Winterreifentests von ADAC, Autobild & Co.

Viele Autofahrer nehmen den ADAC Winterreifen Test 2012 zum Anlass die aktuellen Reifenmodelle auf Ihre Fahreigenschaften hin zu vergleichen und sich Ihren Winterreifen auszusuchen. Dabei haben auch diverse andere Autofachmagazine eigene Tests heraus gebracht. Am besten informiert man sich quer über alle Winterreifen Tests 2012 und beachtet dabei besonders die geprüften Pneus in der eigenen Reifengröße, da die Testergebnisse einer Reifendimension nicht unbedingt immer übertragbar sind. Einen Überblick über alle Winterreifen Tests aus 2012 (aktuelle Topmodelle) und 2011 (günstige Vorjahresmodelle) findet sich z.B. hier.

Beratung, wie im Fachgeschäft vor-Ort findet man online kaum. Sie sollten sich darüber klar sein, das Sie sich auf Ihr eigenes Grundwissen zu Ihrem Fahrzeug oder geeigneten Informationsquellen im Internet verlassen müssen, um bspw. die richtige Reifendimension für Ihr Auto zu wählen.

Winterreifen Preise, Lieferzeit,  Liefergarantie in Onlineshops

Verhandeln ist im Onlineshop nicht möglich, aber auch beim Fachhändler vor Ort hat man da voraussichtlich kaum Chancen, wenn das stationäre Reifengeschäft von September bis Dezember gerappelt voll ist. Da müsste man schon in der Vor- oder Nachsaison anfragen.

Hat man sein passendes Wunschmodell gefunden, sollte man jedoch auf jeden Fall die tagesaktuellen Preise der Winterreifen in Onlineshops und mit seinem Händler vor Ort vergleichen. Der Preissieger von heute kann morgen schon wieder nur noch im Mittelfeld sein, da die Reifenhändler online, wie offline Ihre Preise gerade in der Hochsaison gerne fast täglich anpassen. Aufpassen lohnt sich bei vermeintlich hohen Rabatten, z.B. aus der aktuellen Tagespresse. Oft sind die Preise bei Händlern, die nicht die große Werbetrommel rühren noch günstiger. Wie für andere Waren auch gibt es im Internet inzwischen auch auf Reifen spezialisierte Preisvergleiche.

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Beim Onlinekauf sollte man auf jeden Fall genau auf die Versandkosten schauen. Zwar bieten viele Reifen-Shops z.B. ab dem Kauf von 2 Reifen oder einem entsprechenden Mindestumsatz (zumeist 50-100 €)  versandkostenfreie Lieferung an, aber eben nicht alle. Die Versandkosten für Winterreifen können so schnell einmal 5-10 € pro Reifen betragen und das vermeintliche Schnäppchen unnötig teuer machen.

Die Lieferzeit ist in den einzelnen Onlineshops durchaus unterschiedlich. Von 1-5 Werktagen gehen die Angaben. Hier kann der Nutzer den Angaben des jeweiligen Onlineshops vertrauen  oder sich  einmal die oft zahlreichen Nutzerbewertungen für den Onlineshop (möglichst aktuelle oder aus der Vorjahreswinterreifensaison) ansehen. Einen Vorteil haben hier sicher die großen Shops der Branche, die Ihre Auslieferungsprozesse über Jahre auf die "Ausnahmesituation" Winterreifensaion optimiert haben. 

Kaufabwicklung, Zahlung  & Lieferung

Der Online-Winterreifenkauf unterscheidet sich nicht wesentlich von anderen E-Commerce-Aktivitäten. Sie müssen:

  • Die für Sie passende Reifengröße auswählen (Unbedingt im Fahrzeugschein schauen und besser doppelt kontrollieren)
  • Die gewünschte Anzahl Winterreifen in den Warenkorb legen
  • Ihre Adress- und Kontaktdaten eingeben
  • Die gewünschte Zahlungsart wählen
  • Den Lieferort anwählen (Ihre Adresse oder den Montagepartner)
  • Die Bestellung nochmals kontrollieren (und ggf. ausdrucken oder Screenshot abspeichern)
  • ABG und Widerrufsbelehrung lesen (und ggf. ausdrucken oder abspeichern)
  • Die Bestellung absenden

Bei Kompletträdern mit Felgen empfiehlt es sich über die Eingabe der Fahrzeugscheindaten, bzw. der Auswahl des Fahrzeugmodells die richtige Felge auszuwählen, damit das gewählte Modell auch 100% passt zu groß sind die kleinen feinen Unterschiede z.B. in Lochzahl und -abstand.

Bei Alufelgen sollten Sie darauf achten, dass der Onlineshop Ihnen auch die Auslieferung der notwendigen Betriebserlaubnis zusichert, ggf. lohnt es sich vorher Kontakt diesbezüglich zum Shop aufzunehmen. Denn ohne die ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) bzw. das Gutachten der Felgenhersteller dürfen Sie die Felgen nicht fahren.
Praktisch ist, das man sich seine Winterreifen aus dem Onlineshop nicht nur nach Hause, sondern auch direkt zu einem Montagepartner liefern lassen kann. Sie sollten vorher mit dem gewünschten Montagepartner bezüglich eines Montagetermins und der Montagepreise in Verbindung treten, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Inzwischen suchen sich viele Nutzer Ihren Onlineshop nicht nur nach dem besten Preis, sondern auch nach den Zahlungsmöglichkeiten aus. Ein hohes Maß an Sicherheit vor Verzögerungen in der Lieferung oder gar Betrug bieten die Zahlungsarten Paypal, Bezahlung auf Rechnung, Kreditkarte (in zertifizierten Online-Shops), Lastschrift und Sofort-Überweisung. Auf Vorkasse sollte man bei einer zu erwartenden Warenkorbgröße zwischen 200  und 1.000 € besser verzichten, Nachnahme ist bei Lieferung an einen Montagepartner oft nicht möglich.

Rückgaberecht & Widerrufsbelehrung

Wie bei allen E-Commerceaktivitäten haben Verbraucher auch beim Online-Reifenkauf die Möglichkeit von Ihrem 14tägigen Widerrufsrecht Gebrauch zu machen. Auch speziell konfektionierte Kompletträder mit spezifischen Stahl- oder Aluminiumfelgen dürften von einem Widerrufsrecht nicht ausgenommen sein.  Der BGH hat bereits 2003 entschieden, dass die Kunden auch dann ein Widerrufsrecht haben, wenn "die Ware auf Bestellung des Verbrauchers aus vorgefertigten Standardbauteilen zusammengefügt wird, die mit verhältnismäßig geringem Aufwand ohne Beeinträchtigung ihrer Substanz oder Funktionsfähigkeit wieder getrennt werden können". Dies dürfte auch bei montierten Reifen der Fall sein. Allerdings sollten Sie bedenken, dass es ggf. einigen logistischen Aufwand bedarf die Reifen wieder von der Spedition abholen zu lassen.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich lieber einmal mehr vor Absenden der Online-Bestellung hinzuschauen. Eine erneute Bestellung einige Wochen später kann bedeuten, dass das gewünschte Testsiegermodell entweder gar nicht mehr oder zu einem deutlich teureren Preis verfügbar ist.

Auch für in einem Online-Shop gekaufte Waren gelten die gesetzlichen Bestimmungen zu Garantie und Gewährleistung.

Fazit: Der Kauf von Winterrädern im Internet ist kein Hexenwerk. Dabei gelten die gleichen rechtlichen Bedingungen wie bei anderen Waren und Dienstleistungen. Jedoch sollte man von der Auswahl des richtigen Modells über die passenden Reifendimensionen, den liefernden Onlineshop bis zum Montagepartner besonders aufmerksam sein, um spätestens zum Kälteeinbruch im Straßenverkehr ordentlich gewappnet zu sein.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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