Amazon: Was Händler über die neuen Retouren-Richtlinien wissen müssen

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Amazon hat zum 12. März 2015 seine Richtlinien für Retouren seines Marketplace geändert. Vor allem auf Händler, die in mehreren Ländern verkaufen, kommt viel Arbeit zu. Wen diese Änderungen betreffen und was genau beachtet werden muss, fassen wir für Sie zusammen.

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Neue Richtlinien für Rücksendungen im Amazon-Marketplace

Seit dem 12. März 2015 gelten die neuen Richtlinien für den Amazon-Marketplace und müssen von jedem Shopbetreiber akzeptiert werden, wenn diese dort weiter verkaufen wollen. Die neuen Richtlinien schreiben vor, dass jeder Verkäufer entweder die Rücksendekosten aus dem Ausland übernehmen muss, oder eine Rücksendeadresse für das Land angeben muss, in der er das Produkt anbietet. Bei Nichteinhaltung der Richtlinien kann Amazon den Shopbetreibern ihre Verkaufsberechtigung entziehen, und dürfen entsprechend ihre Produkte dort nicht weiter anbieten.

Wer ist von den Änderungen betroffen?

Die Änderung betrifft alle Verkäufer und insbesondere diese, die von einem Land außerhalb des jeweiligen Marketplace verkauft. Diese müssen entweder die Portokosten bei Rücksendung ins eigene Land übernehmen, oder explizit für das jeweilige Land eine eigene Rücksendeadresse angeben. Somit kann der Kunde darauf bestehen, dass ein Shopbetreiber beispielsweise aus Deutschland die Rücksendekosten aus Frankreich übernimmt, oder dieser eine Adresse in Frankreich für die Rücksendung bereitstellt.

Andernfalls behält sich Amazon vor, dem Händler den weiteren Verkauf auf dem Amazon-Marketplace zu untersagen. Durch diese Richtlinien-Änderung werden erneut die Rechte der Kunden gestärkt und diese bei Retouren entlastet. Andererseits ist es für die Shopbetreiber eine zusätzliche Belastung, da nicht jedem Verkäufer die Möglichkeiten für eine Rücksendeadresse im jeweiligen Land zur Verfügung steht. Dieser muss dann die oftmals teuren Auslands-Portokosten übernehmen.

Müssen die neuen Richtlinien akzeptiert werden?

Ja, die Richtlinien müssen seit dem 12. März akzeptiert und umgesetzt werden. Amazon richtet sich hierbei in erster Linie nach dem aktuellen Verbraucherrecht, kann jedoch die Richtlinien seines Marketplace selbst festlegen und agiert deshalb vollkommen legitim. Auch eine weitere Verschärfung der Richtlinien über aktuelles Verbraucherrecht hinaus ist daher möglich. Wer mit den neuen Richtlinien nicht einverstanden ist oder diese nicht umsetzen kann, muss auf den Verkauf auf dem Amazon-Marketplace verzichten oder verliert früher oder später die Verkaufsberechtigung.

Fazit:

Erneut zieht Amazon die Richtlinien stark an und steigert damit den Schutz der Verbraucher, aber auch die Last auf den Verkäufer. Die Kosten des teuren Auslandsporto wird von den Kunden auf den Shopbetreiber übertragen und so dem Verbraucher die Hemmung genommen, vom Widerrufsrecht Gebrauch zu machen. Logistikzentren sind für diese Änderungen bereits vorbereitet und haben hierfür spezielle Angebote für Verkäufer parat.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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